Demo in der Donaustadt

Fünf Festnahmen nach Straßenblockade in Wien

Wien
28.07.2021 14:55

Nach einer Straßenblockade im Rahmen eines Protestes von Klima-Aktivisten am Mittwoch im Wiener Bezirk Donaustadt sind fünf Menschen vorläufig festgenommen worden. Die Protestteilnehmer hatten sich auf der Hausfeldstraße versammelt - demonstriert wurde gegen die derzeit stattfindenden Vorarbeiten für die Stadtstraße.

Die Demonstration selbst sei friedlich verlaufen, resümierte Polizeisprecher Christopher Verhnjak am Mittwochnachmittag. Da sich jedoch Teilnehmer nach der Auflösung der nicht angemeldeten Versammlung weigerten, die Örtlichkeit zu verlassen, seien schlussendlich fünf vorläufige Festnahmen erfolgt, berichtete er gegenüber der APA.

(Bild: APA/EXTINCTION REBELLION)

„Nein zu diesem Wahnsinns-Projekt“
Die Demonstranten von Extinction Rebellion hatten die Hausfeldstraße blockiert und sitzend von zwei Seiten die Zufahrt zu einer Baustelle versperrt. An dieser Stelle soll ein Kreisverkehr errichtet werden, für einen künftig besseren Fluss des Baustellenverkehrs, heißt es in einer Aussendung der Aktivisten.
Gefordert wurde: „Nein zu diesem Wahnsinns-Projekt aus der Alt-Betonzeit, und damit auch Nein zu jeglichen Vorarbeiten! Geld für Radwege und Öffis statt für noch mehr Autoverkehr!“

Stadtstraße wie Lobautunnel höchst umstritten
Bei der Stadtstraße handelt es sich um eine Verbindungsstraße. Die 3,2 Kilometer lange Strecke soll die Südosttangente (A23, Anschlussstelle Hirschstetten) mit der S1-Spange Seestadt Aspern bei der Anschlussstelle Seestadt West verbinden. Sie gilt als ebenso umstritten wie der geplante Lobautunnel.

Mit dem Bau der Stadtstraße soll Ende des heurigen Jahres begonnen werden, die Verkehrsfreigabe ist für Ende 2025 avisiert, das Bauende 2026 geplant. Die valorisierten Projektkosten belaufen sich unter Berücksichtigung der derzeitigen Marktlage und Entwicklung auf rund 460 Millionen Euro.

MA-28-Chef: „Die Donaustadt braucht die Stadtstraße“
In einer Stellungnahme gegenüber der APA betonte der Chef der MA 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau), Thomas Keller, die Wichtigkeit des Straßenbauprojekts: „Die Donaustadt braucht die Stadtstraße, die einer langwierigen Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen wurde. Die Verkehrsinfrastruktur der Donaustadt, des flächengrößten Wiener Gemeindebezirks, kann der täglichen Verkehrslawine nicht länger standhalten.“ Die Stadtstraße würde die verkehrsgeplagten Wohngebiete „massiv“ entlasten.

Wie schon Verkehrs- und Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) verwies auch Keller darauf, dass es ohne Stadtstraße keine Seestadt Nord geben werde, da die Straße laut Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben sei.

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