Viele Bedenken

Opposition kritisiert Mega-Projekt in Korneuburg

Fahrt hat die Diskussion um die Verbauung des ehemaligen Werft-Areals in Korneuburg wieder aufgenommen. Viele Bürger wünschen sich ein Erholungsgebiet, leistbares Wohnen, sogar eine „Donauinsel“. Nun sollen die nächsten Schritte gesetzt werden. Von der Opposition kommt Kritik – auch wegen ökologischer Sorgen.

Nirgendwo an der Donau gibt es noch vergleichbare Flächen in diesen Dimensionen. Auf dem Areal der ehemaligen Werft in Korneuburg wollen Signa und die Stadt in den nächsten zehn bis zwölf Jahren Wohnraum für 1400 bis 1700 Menschen errichten. Eine halbe Milliarde Euro soll in das Großprojekt fließen. SP-Gemeinderätin Bernadette Haider-Wittmann äußerte im Vorfeld Bedenken, dass der von Bürgern erstellte Masterplan verwässert werden könnte. Auch die Neos sehen das Vorhaben kritisch. Für Mandatarin Sabine Tröger sind noch zu viele Fragen – auch ökologische – offen: „Eine weitere Autobahnabfahrt würde ein Natura-2000-Schutzgebiet betreffen.“

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Dass hier womöglich Bauland der Stadt Stück für Stück verkauft werden soll, um ein Megaprojekt durchzusetzen, ist keine sinnvolle Lösung.

Sabine Tröger, Gemeinderätin der Neos

Fix ist, dass Wohnen, Arbeiten, Kultur, Gastronomie und Freizeitmöglichkeiten kombiniert werden sollen. „Ein wichtiges Element ist die Belebung des Areals“, erklärt VP-Bürgermeister Christian Gepp. In wenigen Wochen erfolgt der Startschuss für das „kooperative Verfahren“. Sechs Architekturbüros sollen die grundlegenden Richtlinien für die Bebauung des stillgelegten Werftgeländes festlegen. Ein wesentlicher Aspekt wird auch Bürgerbeteiligung sein. „Wir werden über diese Vision ausführlich informieren“, erklärt Gepp. Wünsche wie das Thema „leistbares Wohnen“ werden derzeit noch verhandelt.

Lukas Lusetzky
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René Denk
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