18.12.2002 16:39 |

Vorausgesagt

Die Theorien der Wahrsager

Neues Glück für Boris und Babs, Osama Bin Laden gefasst, die Wirtschaft im Aufschwung – die Welt könnte so schön sein, wenn sich die Wahrsager mit ihren Prophezeiungen nicht täuschten würden.
Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchungvon Parawissenschaften, kurz GWUP, nahm 75 Prognosen beim Wortund prüfte sie auf ihren Wahrheitsgehalt. Glücklicherweiseerwiesen sich nahezu alle als falsch und so blieb der Welt somanches vorhergesagte Schreckensszenario erspart. Die AstrologinPatricia Schwennold sagte zum Beispiel Anschläge auf dasNato-Hauptquartier in Brüssel und den Reichstag in Berlinvoraus. Trotz mehrmaliger Verschiebungen seitens der Hellsehereinblieben diese Terrorakte aber aus. Auch von einem "schweren Erdbebenim Raum Aachen" war nichts zu spüren. Schwennolds KolleginEdeltraud Lukas Moeller sah ein Attentat auf BundesaußenministerJoschka Fischer Ende September voraus. Auch der angekündigteTod von PLO-Chef Jassir Arafat trat nicht ein. Rei Souli versagtebei seinem Fußball-WM-Tipp: Er sah Spanien den Titel gewinnen.
 
Nostradamus' Weissagungen
Bei düsteren Offenbarungen wird gerne auf dieSchriften des sagenumwobenen Nostradamus zurückgegriffen.So interpretierte der Nostradamus-Jünger Kurt Allgeier ausden verrätselten Schriften des Pestarztes aus dem 16. Jahrhundert"höchste Gefahr für Hamburg durch biologische und chemischeWaffen".
 
Volle Kassen für Propheten
Trotz der miserablen Trefferquoten von gerade malvier Prozent bei konkreten Prognosen müssen Wahrsager nichtam Hungertuch nagen. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen vertrauenauf die Weissagungen der selbsternannten Propheten und zahlenHunderte Euro für einen Blick in die Zukunft.
Samstag, 12. Juni 2021
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