Guten Morgen

In Abgründe stürzen | Krieg oder Frieden?

Es sind bestürzende Bilder, die wir seit Tagen aus Deutschland und Belgien zu sehen bekommen: Da tun sich im wahrsten Sinne des Wortes Abgründe auf, in die Häuser und Menschen stürzen. Abgründe, in die wir Menschen uns selbst stürzen. Der Anteil jener Zeitgenossen, die meinen, keine Verantwortung für die Klimakrise zu tragen, schmilzt wie die Polkappen, es bleibt nur noch eine kleine Gruppe Unverbesserlicher - meist gleichermaßen Klima-Leugner wie Corona-Leugner. Wie sehr den allermeisten Menschen  nämlich bewusst ist, was läuft, zeigt eine aktuelle Umfrage aus der Steiermark: Mehr als 80 Prozent halten den Klimawandel für real und vom Menschen gemacht. Freilich auch  kein Wunder, wenn Wetterextreme längst zur „neuen Normalität“ werden, wenn alle paar Jahre „Jahrhundertfluten“ das Land versinken lassen. Gefordert ist neben der Politik jeder Einzelne. Denken wir daran, wenn wir im dicken SUV ein paar hundert Meter zum Bäcker fahren, wenn wir  in schlecht gedämmten Wohnhäusern und Büros sitzen und die Klimaanlage immer höher aufdrehen, um einst ungekannte Hitze auszuhalten. Oder um den Preis einer Tube besseren Sonnenschutzmittels billigst ans Meer fliegen. Es läuft wie bei der Corona-Krise: Bewältigen werden wir die Klimakrise nur mit klaren, mutigen Vorgaben der Politik und viel Eigenverantwortung.

Krieg oder Frieden? Neben Sturzflut, Klimakrise, Corona und dem U-Ausschuss-Finale schaffte es auch die SPÖ einmal mehr zu einem Wochenthema - im Besonderen der Fight zwischen der angeschlagenen Bundesparteiobfrau Pamela Rendi-Wagner und dem burgenländischen Landeshauptmann und Parteichef Hans Peter Doskozil. Deshalb bat Conny Bischofberger Rendi-Wagner zum persönlichen Interview und wollte schon in der Titelfrage von ihr wissen: „Krieg oder Frieden?“ Die Antwort der Spitzenpolitikerin, die sich, wie Bischofberger beschreibt, im Gespräch über den selbstzerstörerischen Trieb der Partei „fast trotzig gelassen“ gibt und „manches einfach weglächelt“ fällt ausweichend, sagen wir diplomatisch aus: „Wenn man sich jahrelang bemüht und diese Bemühungen keine Wirkung mehr zeigen, dann muss man die Dinge benennen, dann ist Schluss mit Dulden, dann darf man nicht mehr länger zuschauen. Um aber Ihre Frage zu beantworten: Es geht immer ums Miteinander, deshalb muss das Ziel natürlich Frieden sein.“ Gleichzeitig macht sie all jenen, die auf die Aufgabe der zermürbten Parteichefin setzen, keine Hoffnung, wenn Rendi-Wagner betont, dass ihre Zähigkeit immer gesiegt habe, Aufgeben nie ihr Weg gewesen sei. Und auf die Bischofberger-Frage „Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie sicher bleiben Sie SPÖ-Chefin?“ antwortet sie wie aus der Pistole geschossen mit „10“! Man wird ja sehen, wieviel diese „10“ zählt.

Einen schönen Sonntag!

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