Kritik von SP und FP

Posten-Ausdünnung durch neue Einheit befürchtet

Die neuen „Schnellen Einsatzkräfte“, die ab Herbst Oberösterreich noch sicherer machen sollen, sorgen auch für Kritik. SPÖ-Sicherheitssprecher Hermann Krenn befürchtet ein Ausdünnen der Inspektionen. Der Linzer-Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) fordert weiter mehr Polizisten für Linz.

Rund 100 spezial ausgebildete Polizisten sollen ab Herbst Oberösterreich noch sicherer machen und bei besonders heiklen Fällen schnell vor Ort sein. Unter dem Dachnamen „Schnelle Reaktionskräfte“ (SRK) wurden – wie berichtet – die beiden Sonderheiten „Bereitschaftseinheit“ und „Schnelle Interventionsgruppe“ ins Leben gerufen. In einen weiteren Schritt soll das Projekt auf ganz Österreich ausgebreitet werden. Die Freude über die Aufwertung ist aber nicht überall gegeben, seitens SPÖ und FPÖ gibt es ein großes Aber.

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Das ständige Herumgeschiebe der Dienstposten geht am Ende des Tages immer nur auf Kosten der Alltagsarbeit.

SPÖ-Sicherheitssprecher Hermann Krenn

„Weil diese Einheiten aber nicht mit zusätzlichen Dienstposten ausgestattet werden, nehmen die Kollegen mit dem Wechsel zur Sondereinheit den Posten von ihrer Inspektion quasi mit – also der Polizist fehlt dann vor Ort“, befürchtet SPÖ-Sicherheitssprecher Hermann Krenn, selbst Polizist, eine Ausdünnung der Inspektionen. „Wir begrüßen, dass die Polizei aufgewertet werden soll. Für ein sicheres Oberösterreich ist darüber hinaus eine deutliche Aufstockung des Personals notwendig“, ergänzt FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr. Landespolizeidirektor Andreas Pilsl verteidigt die neue Sondereinheit: „Verglichen mit 2019 sind rund 200 Polizisten mehr im Außendienst in Oberösterreich eingesetzt. Für den Kader der ,Schnellen Reaktionskräfte“ gibt es über 20 zusätzliche Planstellen. Es gilt nicht zu jammern, sondern zu handeln.“

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Montag, 27. September 2021
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