14.07.2021 09:30 |

17.600 neue Wohnungen

Corona-Entspannung pusht Wiener Wohnungsmarkt

Der Wiener Wohnungsmarkt belebt sich aufgrund der Entspannung der Corona-Situation und der sich dadurch verbessernden Wirtschaftsaussichten zusehends - und neue Projekte werden schneller vollendet. Heuer dürften rund 17.600 Einheiten fertig werden, nach 16.700 Wohnungen im abgelaufenen Jahr.

Das konstatiert der Immo-Consulter EHL und hat daher die Prognose für die Wohnungsfertigstellungen in Wien deutlich nach oben gesetzt. Weil einige 2020 nicht rechtzeitig auf den Markt gekommene Projekte heuer zu Buche schlagen, wird der fürs Vorjahr nach unten korrigierte Wert von 16.700 neuen Wohnungen im Jahr 2020 um gut fünf Prozent übertroffen werden und auf 17.600 Einheiten steigen. Der Höchstwert dürfte 2022 mit einem neuerlichen Plus von 900 Wohneinheiten auf 18.500 erreicht werden, danach seien wieder fallende Fertigstellungszahlen zu erwarten. Die Eigentums-Neubauzahlen würden 2022 zumindest auf ein 5-Jahres-Tief fallen.

Großprojekte dominieren den Markt
Es boome der Bau großer Wohnanlagen in den Stadtentwicklungsgebieten, insbesondere nördlich der Donau, im Umfeld des Hauptbahnhofs und westlich im 14. Bezirk (Penzing). Lückenverbauungen in etablierten Wohnlagen würden dagegen auf recht niedrigem Niveau verharren. Auch das Angebot an neuen Mietwohnungen befindet sich laut EHL weiterhin auf hohem Niveau. Die Zahl neuer Eigentumswohnungen dürfte hingegen ab dem kommenden Jahr wieder spürbar zurückgehen.

Nachfrage nach Eigentumswohnungen ungebrochen hoch
Die Wohnungsnachfrage, die schon in der Corona-Krise sehr robust war, wurde dem Berater zufolge zuletzt durch den deutlich steigenden Optimismus nochmals befeuert. Im zweiten Quartal habe es deutlich mehr Mietanfragen gegeben. Auch die Nachfrage nach Eigentumswohnungen sei von hohem Niveau aus weiter gestiegen. Das breite Angebot an freifinanzierten Neubauwohnungen und ein wachsendes Angebot geförderter Wohnungen halte die Preise auf dem Vermietungsmarkt stabil. Auch im zweiten Halbjahr würden die Anstiege etwa im Bereich der Inflationsrate liegen.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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