Verfolgungsjagd

Amokfahrer flüchtet mit 150 km/h durch Ortsgebiete

Steiermark
12.02.2011 15:26
Ein Autolenker hat sich Samstag früh im Bezirk Liezen eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Auf der Flucht vor den Beamten raste der Kroate mit bis zu 150 km/h durch mehrere Orte, ehe er nach 15 Kilometern auf einem Golfplatz im aufgeweichten Rasen stecken blieb. Zuvor war er auf einen Beamten losgefahren, der im letzten Augenblick zur Seite springen konnte...

Der 30-Jährige, der in Liezen wohnt, war auf einer Geburtstagsfeier gewesen. Da er der einzige Nüchterne war, wollte er seine Freunde mit seinem VW Bora nach Hause bringen. Um sich einige Kilometer zu ersparen, nahm er gleich sechs Personen mit.

Auf der B320 bei der Abfahrt Wörschach-Ost geriet der Kroate dann gegen 6.20 Uhr in eine Polizei-Kontrolle, woraufhin er laut Exekutive in Panik aufs Gas stieg und auf einen der Beamten losfuhr. Dieser konnte sich gerade noch mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen.

Polizei: "Wir haben uns zurückgehalten"
Danach raste der Beschuldigte in Richtung Aigen im Ennstal davon - es kam es zu einer wilden Verfolgungsjagd, an der insgesamt vier Streifenwagen beteiligt waren. "Er ist mit bis zu 150 km/h durchs Ortsgebiet gerast. Und er hat auch versucht, uns von der Straße abzudrängen. Wir haben uns dann zurückgehalten, damit nicht ein schweres Unglück passiert", so ein Beamter gegenüber der "Steirerkrone".

30-Jähriger angezeigt
Der 30-Jährige raste dann über Aigen und Ketten in Richtung Liezen, wo er nach 15 Kilometern nicht von der Polizei, sondern vom tiefen Boden eines Golfplatzes gestoppt wurde. Er blieb mit seinem Wagen stecken, konnte weder vor noch zurück. "Wir sind froh, dass es keine Verletzten gegeben hat", sagt die Polizei, die den Amokfahrer wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Gefährdung der körperlichen Sicherheit anzeigte. Zuerst dachten die Beamten, dass der Kroate betrunken war, doch er hatte nur 0,2 Promille Alkohol im Blut.

von Peter Riedler, "Steirerkrone"

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