03.02.2011 16:59 |

Weitere Standorte

Ampel-Radarfallen sollen Autofahrer einbremsen

Bei Rot in die Kreuzung einzufahren, gilt immer noch als Kavaliersdelikt. Besonders ärgerlich ist dieses rücksichtslose Verhalten zu den Verkehrsspitzen, wenn Kreuzungen blockiert sind. Jetzt werden in Wien die Ampel-Radarfallen aufgestockt. Sie dienen dazu, Autofahrer zu erziehen – und bringen Millionen.

Allein im vergangenen Jahr wurden 8.600 Autofahrer geblitzt, die das Rotlicht missachtet haben. Die Strafe beträgt 70 Euro. Wird zusätzlich der Querverkehr behindert, sind es 105 Euro. Als Paradebeispiel für den Radar-Einsatz gilt die Kreuzung Währinger Straße/Nußdorfer Straße. Hier hat sich die Zahl der Anzeigen bereits nach einem halben Jahr deutlich reduziert. 

Alle zwei Minuten wird rote Ampel missachtet
Nur noch ortsunkundige Lenker tappen in die Radarfalle, während die anderen schön brav rechtzeitig stehen bleiben. Jetzt will die Polizei ihre Ampel-Überwachung aufrüsten, um im Sinne der Sicherheit und des Verkehrsflusses rasende Autofahrer weiter einzubremsen. Als neue Standorte gelten Reinprechtsdorfer Straße/Schönbrunner Straße, Schottenring und Franz-Josefs-Kai sowie Neubaugürtel/-Felberstraße. Immerhin missachtet alle zwei Minuten in Wien ein Autofahrer das Rotlicht.

von Martina Münzer, Kronen Zeitung

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