29.05.2021 06:00 |

Best-of der Ämter

Anzeigen: Skurrile Ausreden von Covid-Sündern

Seit mehr als einem Jahr bestimmt die Pandemie unser Leben. Der Großteil der Bevölkerung versucht sich an die wechselnden Corona-Regeln zu halten. Doch nicht jeder kann oder will den Überblick behalten. Bei den Strafverfahren gibt es mitunter skurrile Ausreden und Erklärungen vonseiten der Betroffenen.

Insgesamt 33.000 Corona-Anzeigen sind bei den Wiener Bezirksämtern seit März 2020 eingegangen. Für die Mitarbeiter bedeutete das einen gewaltigen Arbeitsaufwand. Der „Krone“ wurde ein Best-of der Ausreden übermittelt - wo auch gelacht werden darf:

  • Warum die Maske nicht aufgesetzt wurde? „Das Tragen einer FFP2-Maske wird von mir nur dann akzeptiert, wenn das Polizeiorgan eine Haftungserklärung unterschreibt.“ Gemeint ist: Haftungserklärung für eventuelle gesundheitliche Schäden, die dabei entstehen könnten.
  • Oder: „Ich bin Mitglied eines Vereines zur Erforschung von Corona ohne Masken.“
  • Viele Anzeigen kamen nach Demos. Oft bestritten Beschuldigte, überhaupt daran teilgenommen zu haben: „Es war so ein schöner Tag, ich wollte einfach nur spazieren gehen.“ Anmerkung des Amtes: Die Person war stundenlang aus dem Westen Österreichs „zum Spazieren“ nach Wien gereist.
  • Einige geben der Exekutive die Schuld: „Die Polizisten haben den Abstand zu mir nicht eingehalten.“
  • Manche fordern ganz genaue Angaben: „Mit welchem Körperteil genau habe ich den Mindestabstand nicht eingehalten?“
  • Bei einem Verfahren kam der Einspruch verspätet: „Ich war mir sicher, dass ich nicht angezeigt werde, daher habe ich nicht mehr in meinen Postkasten geschaut.“ Anmerkung: Es handelte sich um Monate.
  • Ein anderer Einspruch war erfolgreich, und das Strafverfahren wurde eingestellt. Woraufhin der Beschuldigte im Nachhinein 783 Euro wegen des Aufwands für sein E-Mail geltend machen wollte.
 Wien Krone
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