28.05.2021 08:33 |

Im Europapark

Hündin „Chase“ findet dementen 66-Jährigen

Heldin der Nacht ist Hündin „Chase“ von der Mantrail-Gruppe vom Samariterbund. Die tierische Helferin konnte in Kärnten einen dementen 66-Jährigen aufspüren.

Am Donnerstag um 21.38 Uhr erreichte die Einsatzanforderung der Polizei Klagenfurt die Mantrail-Gruppe vom Samariterbund. Abgängig war seit 14 Uhr ein 66-Jähriger aus dem Klinikum Klagenfurt. Der Abgängige ist an Demenz erkrankt und benötigt auch Sauerstoff.

Nächster Schritt: Die Mantrail-Gruppe machte sich mit acht HundeführerInnen und 16 Einsatzhunden, davon neun speziell ausgebildete Personenspürhunde (Mantrailer) sowie sieben Einsatzhelfern an den angegebenen Einsatzort.

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Mit der Suche loslegen konnten wir erst gegen 22.30 Uhr. Wir brauchten noch einen Geruchsartikel, also Bekleidung des Vermissten für die Geruchsaufnahme. Schließlich konnten wir der Suchhündin Unterhosen und Schuhe offerieren.

Franz Blatnig, Landesrettungshundereferent vom Samariterbund Kärnten

Tierischer Erfolg
Der Abgängige konnte gegen 1.10 Uhr vom Mantrail-Team der Hundeführerin Alexandra Grunow mit Personenspürhündin „Chase“ im Klagenfurter Europapark - sechs Kilometer vom Klinikum entfernt - in einem Gestrüpp liegend aufgefunden werden.

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Und das verdanken wir den zahlreichen Anrufern, die sich bei der Polizei gemeldet hatten. Wir wussten in etwa, wo wir suchen müssen. "Chase" ist übrigens eine an der Leine geführte Hündin, die Alexandra gezielt in Richtung Spur leitet. Beide sind erfahrene Profis.

Franz Blatnig

Der Mann hatte keine sichtbaren Verletzungen, war aber offensichtlich stark unterkühlt. Er wurde nach der Erstversorgung durch die Rettungssanitäter zurück ins Klinikum gebracht.

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Für unsere Rettungssanitäter war das eine echte Herausforderung. Sie waren den ganzen Tag in der Teststraße tätig, wurden dann aus dem Bett gerissen, um nach erfolgreicher Mission direkt zurück in die Teststraße zu fahren. Harte zwei Tage, aber es geht einzig und alleine um die Rettung von Menschenleben - vor Unterkühlung, und auch vor Corona!

Franz Blatnig

Bleibt zu hoffen, dass am Freitag eine ruhige Nacht ansteht - für Mensch und Hund.

Peter Kleinrath
Peter Kleinrath
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