23.05.2021 10:51 |

Dicht an dicht

Massen feierten wilde Partynacht am Donaukanal

„Eure Sperrstunde könnts euch einmagazinieren“ - so wie ein Twitter-User (Anm.: der Tweet wurde wieder gelöscht) haben Samstagnacht wohl auch zahlreiche andere junge Menschen gedacht, die am Wiener Donaukanal auch nach 22 Uhr einfach weiterfeiern wollten. Und so kam es, dass nach der offiziellen Gastro-Sperrstunde an die 1000 Feierwütige - ohne Abstand - die Nacht zum Tag machten. Und auch in den anderen Bundeshauptstädten des Landes wurde oftmals gefeiert, als gäbe es kein Corona mehr.

Um 22 Uhr sperren derzeit aufgrund der aktuell geltenden Corona-Verordnung alle Gastronomiebetriebe. Wer in Feierlaune ist, steht dann auf der Straße - oder eben am Donaukanal. „Bis zu 1000 Personen waren gegen 22.40 Uhr am Donaukanal zwischen der Marienbrücke und der Rossauer Brücke. Dabei wurden die Abstandsregel nicht eingehalten“, so Polizeisprecher Marco Jammer.

Die Polizei war zwar vor Ort und beobachtete die Lage, eingeschritten wurde aus Sicherheitsgründen jedoch nicht: „Einige der Personen vor Ort waren offensichtlich alkoholisiert. Da die Lage aufgrund des Wassers kritisch war, wäre ein Einschreiten nicht verhältnismäßig gewesen“, erklärt Jammer die Zurückhaltung der Polizei.

Tatsächlich lösten sich die Massen gegen 23.30 Uhr von alleine auf.

Zahlreiche Einsätze wegen Partys
Aktiv einschreiten musste die Polizei hingegen in anderen Städten des Landes. In Innsbruck wurde etwa ein Lokal geräumt, in dem rund 500 Personen feierten. Im Rahmen einer Razzia in einem Klagenfurter Club tanzten und tranken etwa 120 Gäste auf engstem Raum. Es wurden 240 Anzeigen wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen geschrieben.

Gefährlich wurde es auf einer privaten Terrassenparty in der Kärntner Bezirksstadt Feldkirchen. Ein Geländer brach aus der Verankerung, als sich vier junge Männer daran anlehnten. Sie stürzten 2,5 Meter ab und wurden verletzt.

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