18.05.2021 07:59 |

„Solar Orbiter“

ESA-Sonde liefert erste Filme von Sonneneruptionen

Die ESA-Sonde „Solar Orbiter“ hat erste Filme von Partikeleruptionen (siehe Video oben) aus der Sonnenatmosphäre aufgenommen und diese zur Erde gefunkt. Einige dieser Eruptionen seien von mehreren Instrumenten an Bord bei einem Vorbeiflug an unserem Zentralgestirn nachgewiesen worden, teilte die europäische Weltraumbehörde ESA mit.

Die vom Kontrollzentrum in Darmstadt gesteuerte Sonde habe die Filme im Februar bei einem nahen Vorbeiflug von der Erde aus hinter der Sonne aufgenommen. Daher habe das Übertragen der Daten so lange gebraucht. Die wissenschaftliche Hauptmission des „Solar Orbiter“, der bis auf 42 Millionen Kilometer an die Sonne heranfliegen wird, soll im November starten.

Eruptionen können Polarlichter auslösen
Die Partikeleruptionen schießen ins All und können das sogenannte Weltraumwetter beeinflussen: Bei Planeten mit Atmosphäre können die Teilchen der ESA zufolge Polarlichter auslösen. Sie können aber auch zu technischen Problemen führen, wie dem Ausfall von Navigationssystemen oder Schäden an Satelliten.

Die rund 1,5 Milliarden Euro teure Mission der ESA und der Raumfahrtbehörde NASA war im Februar 2020 von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet (Video unten). An Bord des 1,8 Tonnen schweren Orbiters sind zehn wissenschaftliche Instrumente. Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Sonne und das Magnetfeld.

Auch Technik aus Österreich an Bord
Der „Solar Orbiter“ soll auch einen Blick auf bisher noch weniger bekannte Regionen der Sonne werfen und erstmals auch ihre Pole untersuchen. Mit an Bord sind auch drei Messgeräte aus Österreich. Die Thermoisolierung der Sonde kommt vom Wiener Unternehmen RUAG Space.

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