Nach Geheimgipfel

MAN Steyr: „Ja“ zu weiteren Gesprächen mit Wolf

Oberösterreich
18.05.2021 08:00

Seit Montag ist die Produktion bei MAN in Steyr gedrosselt und etwa die Sonderfahrzeug-Produktion Geschichte. Mit den Maßnahmen unterstreicht der Lkw-Hersteller seine Schließungspläne für den Standort, für den sich nach wie vor Investor Sigi Wolf interessiert. Der Betriebsrat signalisiert nun Gesprächsbereitschaft.

Absolut vertraulich - das Prädikat verdiente nicht nur der Geheimgipfel von Sigi Wolf mit den MAN-Steyr-Betriebsräten Helmut Emler und Thomas Kutsam, sondern auch der Termin des Green-Mobility-Konsortiums vergangenen Freitag in Linz. Eine um Ex-Nationalbank-Präsident Claus Raidl gebildete Gruppe stellte erst Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner ihr Konzept für das MAN-Werk vor, später präsentierten sie ihre Ideen noch Emler und Kutsam.

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Ich finde, es ist es wert, dass wir mit ihm weiterreden.

MAN-Steyr-Betriebsrat Thomas Kutsam

Gesprächsbereitschaft
Doch wie geht’s nun konkret weiter? Auf klare Antworten warten die mehr als 2000 Mitarbeiter im Werk des Lkw-Herstellers, der ja den Standort bis Ende 2022 zusperren will. Die Blicke richten sich dabei auf die Betriebsräte, die die MAN-Anwälte, Wolf und andere Interessenten treffen. „Wolfs neues Angebot bietet wesentliche Verbesserungen zum ersten Angebot, das abgelehnt wurde - ich finde, es ist es wert, dass wir mit ihm weiterreden“, betont Kutsam. „Am Ende muss der Weg von der Mannschaft getragen werden“, sagt Emler.

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