Nächster Knalleffekt rund um eine Millionen-Erbschaft in Pasching. Jener Mann, der nach einer überraschenden Entscheidung der mittlerweile verstorbenen Besitzer eine Liegenschaft in Pasching im Wert von bis zu 50 Millionen Euro erhielt, steht nun auch auf der Liste der Verdächtigen, gegen die ermittelt wird. Das berichtet die ZIB 2.
Der Vorwurf lautet auf schweren Betrug. Der Neffe der Altbäuerin soll gemeinsam mit einer Anwältin, einem Notar und einem Gutachter dafür gesorgt haben, dass die damals 82-Jährige ihre Liegenschaften in Pasching und in Hackendorf bei St. Aegidi an ihn überschreibt und er Alleinerbe wird.
Ein ganz ähnlicher Fall auch am Traunsee
Das überraschte einen anderen Familienzweig, denn die Frau soll sich bis dahin geweigert haben, eine Entscheidung bezüglich des Erbes zu treffen – sieben Jahre lang. Hintergrund der Ermittlungen ist auch, dass es am Traunsee einen sehr ähnlichen Fall gegeben hat. Auch dort verkaufte eine demente Frau ihr Haus am See zu einem sehr niedrigen Preis. Auch hier waren die Anwältin, der Notar und der Gutachter involviert.
Brisant: Das Gericht hat bereits entschieden, dass der Verkauf rückabgewickelt werden muss. Zudem müssen sich sechs Personen – darunter die Anwältin und der Notar – im Juni vor Gericht verantworten. Drei Verhandlungstage sind am Landesgericht Wels angesetzt.
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