Angriff von Red Bull

Horner: „Hamilton machte fundamentalen Fehler“

Formel 1
28.04.2021 13:51
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nächster Red-Bull-Angriff auf Mercedes in Portimao am Sonntag! Teamchef Christian Horner ist überzeugt, dass die Fehlerquote bei Lewis Hamilton durch die starke Red-Bull-Performance großer wird. „Wir werden weiterhin versuchen, auf Lewis bei seiner Titelverteidigung so viel Druck wie möglich auszuüben. Er hat einen fundamentalen Fehler gemacht“, erinnerte der Brite nochmals an den Fast-Ausfall des Rekordweltmeisters in Imola.

Hamilton war im jüngsten WM-Lauf auf der Jagd nach dem in Führung liegenden Max Verstappen beim Überrunden von der Strecke abgekommen und hatte sein Auto mit beschädigtem Frontflügel im Retourgang gerade noch aus eigener Kraft zurück auf die Strecke gerettet. Außerdem hatte der 36-Jährige auch großes Glück, dass das Rennen nach der schweren Kollision zwischen seinem Teamkollegen Valtteri Bottas und Williams-Pilot George Russell zwischenzeitlich abgebrochen worden war.

„Erst die rote Flagge, die sein Teamkollege ausgelöst hatte, erlaubte es ihm, sich nach seinem eigenen Unfall zurückzurunden, als er eigentlich schon keine Chance mehr auf einen Podestplatz hatte“, betonte Horner. Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff wusste, dass Hamilton froh sein durfte, am Ende noch Zweiter geworden zu sein. „Imola war ein verrücktes Rennen (...) Es gab so viele Höhen und Tiefen und auch einige Momente, in denen es sich anfühlte, als ob wir überhaupt keine Punkte holen würden“, gestand der Wiener und sprach von einer „Achterbahnfahrt der Gefühle“.

Wolff stichelt zurück
„Nach diesem Rennen weiterhin beide WM-Wertungen anzuführen, fühlt sich fast wie ein Freifahrtschein an, weil unsere Gegner nicht das Maximum aus der Chance herausgeholt haben, die wir ihnen geboten haben“, stichelte Toto Wolff aber auch Richtung Red Bull zurück. „Gleichzeitig ist es ein Beleg dafür, was für eine Herausforderung uns in dieser Saison erwartet und wie schnell sich das Blatt in der Formel 1 wenden kann.“ Hauptproblem für Mercedes sei laut Wolff weiterhin, „die Reifen zum Arbeiten zu bekommen“.

RB wartet noch auf „klares Bild“
Laut Horner sollten die Rundkurse in Portimao und in Montmelo bei Barcelona, wo gleich am Sonntag in einer Woche der nächste Grand Prix gefahren wird, der „Sternenflotte“ jedoch mehr entgegenkommen als Red Bull. „Wenn wir Mercedes auf diesen Rennstrecken unter Druck setzen können, sind das gute Vorzeichen für den Rest des Jahres“, meinte Horner. „Ich habe immer gesagt, dass wir vier Rennen abwarten müssen, um ein klares Bild zu erhalten.“

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