Aufregung bei Bayern

Hetze gegen Familie: Flick verteidigt Salihamidzic

Die Fan-Hetze gegen Bayern-Sportboss Hasan Salihamidzic und seine Familie lassen beim alten und wohl auch neuen deutschen Meister niemand kalt. Jetzt ist auch Trainer Hansi Flick, der sich seit Monaten einen internen Machtkampf mit Salihamidzic liefert, dem 44-jähirgen Ex-Profi zur Seite gesprungen.

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„Ich kann mir das nicht erklären, ich weiß auch nicht wieviel Prozent diese Menschen ausmachen. Es sind Grenzen überschritten, das ist ein No-Go! Bei allen Dingen, die Brazzo und ich hatten, es ist nie ins Persönliche gegangen! Wir haben einen anderen Ansatz, denken über Dinge anders. Aber es hat nichts damit zu tun, dass wir uns persönlich nicht schätzen. Wir haben sieben Titel in zwei Jahren zu feiern, das haben wenige sagen in der Historie von Bayern. Da hat Brazzo einen enormen Anteil daran, dass wir so erfolgreich sind“, wird Flick von der „Bild“-Zeitung zitiert.

Dass auch Salihamidzics Familie bepöbelt wird, kann der Trainer überhaupt nicht nachvollziehen: „Jeder kann sich vorstellen, wie es ist, wenn seine eigene Familie so beschimpft wird. Brazzo hat eine sehr tolle Familie, ich kenne den Nick gut, ein ganz aufgeweckter junger Mensch. Ich habe seine Frau kennengelernt, ich weiß, wie er über seine Familie denkt und spricht. Jeder von uns würde seine Familie entsprechend schützen.“

In den sozialen Netzwerken wurde Salihamidzic auf seinen persönlichen Accounts zuletzt mit Wut-Kommentaren überhäuft. Doch nicht nur er selbst ist im Visier der Anhänger, auch der 18-jährige Sohn Nick, der in der U19 von Bayern spielt, ist Ziel von fiesen Angriffen.

User bezeichnen Salihamidzic bei den Kommentaren unter Postings des Sohns unter anderem als „Bastard“, „Pfeife“ und „Loser“. Einer wünscht der Ehefrau des Sportvorstandes eine Corona-Infektion.

„Wir sind alle Teil der FC-Bayern-Familie, wir sind nicht nur mit dem Klub verbunden, wir sind Fans und gehen nirgendwo hin, also fangt an, euch wie eine Familie zu benehmen und stoppt den Hass“, schrieb Nick Salihamidzic auf Instagram.

Ehefrau Esther wird auf dem Instagram-Account ihres Yoga-Studios in München angefeindet. „In den letzten Tagen bekomme ich sehr viele unschöne und sehr beleidigende Kommentare, die nichts mit meiner Arbeit (zu tun haben) und sich ausschließlich auf meinen Ehemann und seinen Job beziehen. Man beleidigt ihn als Menschen und auch unsere ganze Familie wird gleich mit angegriffen“, schreibt sie auf Instagram.

Der FC Bayern hatte erst am Mittwoch ein Statement veröffentlicht, in dem man festhielt, dass sich der Verein „geschlossen und mit Nachdruck gegen Anfeindungen in Richtung Hasan Salihamidzic“ stelle. Sachliche Kritik sei selbstverständlich immer zulässig, „persönliche Angriffe und Hetze verurteilen wir allerdings auf das Schärfste“.

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Donnerstag, 06. Oktober 2022
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