Wirbel bei den Bayern

Salihamidzic: Fan-Hetze gegen Frau und Kinder

Beim FC Bayern rumort es gewaltig - obwohl der Klub knapp vor dem Meistertitel steht. Nach der Bekanntgabe von Trainer Hansi Flick, den Verein im Sommer verlassen zu wollen, machen die Fans der Münchner Stimmung gegen Sportboss Hasan Salihamidzic, der sich seit Monaten einen internen Machtkampf mit Flick liefert. Sogar Ehefrau und Kinder des ehemaligen Bayern-Spielers werden angefeindet ...

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Auf der Homepage change.org wurde eine Petition mit dem Titel „Pro Hansi Flick, Brazzo raus“ gegründet. Dort fordern die Initiatoren „den FC Bayern München auf, seinen Standpunkt noch mal zu überdenken und alles Erdenkliche zu tun, damit Hansi Flick auch über den Sommer 2021 hinaus langfristig dem Verein als Trainer erhalten bleibt. Wir würden es begrüßen, wenn Hasan Salihamidzic, eigenständig seinen sofortigen Rücktritt als Sportvorstand verkündet.“ Fast 70.000 Fans haben dort bereits unterschrieben.

In den sozialen Netzwerken wird der Sportboss auf seinen persönlichen Accounts mit Wut-Kommentaren überhäuft. Doch nicht nur er selbst ist im Visier der Anhänger, auch der 18-jährige Sohn Nick, der in der U19 von Bayern spielt, ist Ziel von fiesen Angriffen.

User bezeichnen Salihamidzic bei den Kommentaren unter Postings des Sohns unter anderem als „Bastard“, „Pfeife“ und „Loser“. Einer wünscht der Ehefrau des Sportvorstandes eine Corona-Infektion.

„Wir sind alle Teil der FC-Bayern-Familie, wir sind nicht nur mit dem Klub verbunden, wir sind Fans und gehen nirgendwo hin, also fangt an, euch wie eine Familie zu benehmen und stoppt den Hass“, schrieb Nick Salihamidzic auf Instagram.

Ehefrau Esther wird auf dem Instagram-Account ihres Yoga-Studios in München angefeindet. „In den letzten Tagen bekomme ich sehr viele unschöne und sehr beleidigende Kommentare, die nichts mit meiner Arbeit (zu tun haben) und sich ausschließlich auf meinen Ehemann und seinen Job beziehen. Man beleidigt ihn als Menschen und auch unsere ganze Familie wird gleich mit angegriffen“, schreibt sie auf Instagram.

Der FC Bayern hatte erst am Mittwoch ein Statement veröffentlicht, in dem man festhielt, dass sich der Verein „geschlossen und mit Nachdruck gegen Anfeindungen in Richtung Hasan Salihamidzic“ stelle. Sachliche Kritik sei selbstverständlich immer zulässig, „persönliche Angriffe und Hetze verurteilen wir allerdings auf das Schärfste“.

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Sonntag, 25. September 2022
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