14.04.2021 09:00 |

Strohhütten brannten

20 Schulkinder starben bei Flammeninferno im Niger

Bei einem Brand in einer Schule im Niger sind mindestens 20 Kinder ums Leben gekommen. 21 Klassenzimmer in Strohhütten in der Hauptstadt Niamey hätten aus bisher ungeklärter Ursache Feuer gefangen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr einem Fernsehsender am Dienstag. „Etwa 20 Kinder waren in den Flammen eingeschlossen.“ Die Wucht der Flammen sei „enorm“ gewesen.

Regierungschef Ouhoumoudou Mahamadou reiste an den Ort des Unglücks am Rande der Hauptstadt, um den Eltern der Kinder sein Beileid auszusprechen. Niger ist laut dem Index der menschlichen Entwicklung der UNO das ärmste Land der Welt. Die dortigen Behörden haben tausende Klassen in Strohhütten untergebracht. Brände sind dort wegen des leicht entzündbaren Materials keine Seltenheit, sie gehen aber selten tödlich aus.

Feuer schnitt Kindern den Fluchtweg ab
Die Schule mit integriertem Kindergarten im Viertel Pays Bas zähle rund 800 Schüler, sagte ein Vertreter der nigrischen Lehrergewerkschaft. Seiner Ansicht nach sei das Feuer offenbar in der Nähe des Schultors ausgebrochen und habe den Fluchtweg abgeschnitten. Einige Schüler hätten sich retten können, indem sie über die Wände der Hütten kletterten. Die Opfer seien hauptsächlich Kleinkinder im Vorschulalter.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).