08.04.2021 14:30 |

„Kann notwendig sein“

Urteil: Impfpflicht für Kinder ist völlig legal

Laut dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) ist eine Impfpflicht kein Verstoß gegen die Menschenrechte. In Tschechien wurde in sechs Fällen Beschwerde eingelegt. Sie seien kein Verstoß gegen das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens, teilte das Gericht in Straßburg am Donnerstag mit. „Die Maßnahmen können in einer demokratischen Gesellschaft als notwendig angesehen werden“, so die Richter.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Bei unserem nördlichen Nachbarn gilt eine Impfpflicht gegen neun bekannte Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln und Mumps. Bei Verstößen droht Eltern außerdem eine Geldstrafe.

Eingriff in Privatsphäre, aber im „besten Interesse der Kinder
Die Große Kammer des Gerichts entschied nun final über sechs Fälle, in denen Kinder nicht wie vorgesehen ihre Routineimpfungen erhalten hatten. Fünf der Beschwerden wurden von den betroffenen Kindern selbst eingereicht. Das Gericht sieht eine Impfpflicht zwar als Eingriff in das Recht auf Privatleben, dieser passiere allerdings im „besten Interesse“ der Kinder. Die Regelung sei angemessen, da sie als Ziel habe, Kinder vor Krankheiten und einem ernsthaften gesundheitlichen Risiko zu schützen - „durch Impfung oder durch Herdenimmunität“.

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof gehört zum Europarat. Gemeinsam setzen sie sich für die Wahrung der Menschenrechte in den 47 Mitgliedsstaaten ein.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).