Er beging schon einmal einen schweren Raub - und wurde dafür eingewiesen. Jahre später öffneten sich die Linzer Anstaltstüren, und der wie ein Bär wirkende Mann überfiel in Wien zwei Banken! Dafür soll er laut Gutachterin aber verantwortlich gemacht werden können - er wusste um das Unrecht.
Vor dem Saal im Wiener Landesgericht tauschen die überfallenen Bankbediensteten ihre Erlebnisse aus. Zu Richter Wilhelm Mende sagt eine von ihnen: „Ich war gerade am Kleingeld-Zählen. Ich sah, wie meine Kollegin schneeweiß wurde, ich war auch wie gelähmt.“ Der Mann, der vor ihnen stand, hätte nämlich einen Jutesack mit – in der sich eine Bombe befinden sollte. Die wolle er zünden, „wenn nicht in einer Minute Geld da ist“.
Das war im Oktober 2018 auf der Wiedner Hauptstraße. Im November überfiel er eine Bank in der Landstraße - Englisch sprechend und mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugwaffe, die aus dem Hosenbund lugte. Die Beute betrug jeweils 5000 Euro.
Der 35-Jährige, Anwalt Günter Harrich fast väterlich zur Seite, wirkt schwerfällig und wenig erinnerungsfreudig. Für die Gutachterin aber wusste er, was er tut und dass dies Straftaten sind. Urteil: fünf Jahre Haft, nicht rechtskräftig.
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