Auch die Vienna Capitals konnten von der KAC-Niederlage profitieren, sie unterlagen Szekesfehervar nach Penaltyschießen zu Hause allerdings mit 2:3. Damit endete für die Wiener eine Serie von zwölf Heimspielen ohne Niederlage. Viel Mühe hatte der viertplatzierte VSV, der bei Tabellenschlusslicht Jesenice 4:3 siegte. Im fünften Spiel des Abends feierten die Graz 99ers vor 7.000 Zuschauern in Zagreb einen 2:1-Erfolg und bleiben damit weiterhin Fünfter.
KAC – Black Wings Linz 3:4 (2:0, 1:2, 0:2)
Die Kärntner kassierten vor eigenem Publikum gegen die Linzer Black Wings beim 3:4 die vierte Niederlage in Folge und ließen sich dabei eine 3:1-Führung aus der Hand nehmen. Die Oberösterreicher hingegen, die am Dienstag Ljubljana mit 7:0 abgefertigt hatten, stellten ihre aufsteigende Form erneut unter Beweis.
Es dauerte nur 13 Sekunden, bis in der Klagenfurter Stadthalle die Teddybären aufs Eis flogen. Im letzten Heimspiel vor Weihnachten hatten die Gastgeber zum "Teddy-Bear-Toss" nach dem ersten Treffer der "Rotjacken" gebeten - und der gelang Hundertpfund denkbar früh. Während die Stofftiere gemeinnützigen Organisationen gespendet werden, zeigte sich der KAC gegenüber den Linzern vorerst nicht in Geberlaune: Schuller stellte in der 14. Minute auf 2:0.
Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Mairitsch (25.) änderte daran nichts. Shantz erhöhte auf 3:1 (31.), und doch taten sich die Hausherren weiterhin schwer gegen die Linzer, die neuerlich auf 2:3 durch Purdie (36./PP2) herankamen und zur Hälfte des Schlussdrittels ausglichen (Keller/49.). Im Finish machte Bronilla mit dem vierten Treffer für die Gäste das oberösterreichische Glück verdientermaßen perfekt.
Olimpija Ljubljana - Red Bull Salzburg 4:3 (0:1, 1:0, 2:2/0:1)
Meister Red Bull Salzburg kann doch noch in der Fremde siegen. Nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen en suite feierten die "Bullen" in der 29. Runde einen glücklichen 4:3-Overtime-Erfolg über Olimpija Ljublijana. Damit verkürzte der Titelverteidiger seinen Rückstand auf Spitzenreiter KAC auf acht Zähler, die Slowenen sind nun punktegleich vor Linz Siebenter.
Manuel Latusa brachte die Gäste aus der Mozartstadt im Powerplay in Führung (7.). Danach kassierten die Salzburger aber viele Strafen und fingen sich mit zwei Mann weniger auf dem Eis im Mittelabschnitt den verdienten Ausgleich der Laibacher durch Petr Sachl (29.) ein. Im letzten Drittel ging es dann Schlag auf Schlag, der EBEL-Champion ging durch Thomas Raffl (52.) und Brent Aubin (55.) zweimal in Front, doch Olimpija glückte durch einen Penalty von Ziga Panice, den Steven Regier provoziert hatte, und Ziga Pavlin 19 Sekunden vor Ende des Schlussabschnitts im Powerplay jeweils der Ausgleich. Die Verlängerung dauerte dann aber nur 72 Sekunden: Shaun Heshka traf vor 3.500 Zuschauern zum glücklichen 4:3-Sieg für die Truppe von Pierre Page.
Vienna Capitals - SAPA Fehervar 2:3 n.P.
Trotz einer frühen 2:0-Führung sind Vienna Capitals sind am Donnerstag Szekesfehervar zu Hause nach Penaltyschießen mit 2:3 unterlegen. Die neuntplatzierten Gäste beendeten damit die stolze Heimserie der Wiener, die zuvor zwölf Partien in der Albert-Schultz-Halle ungeschlagen waren. Es war zudem die erste „Caps“-Niederlage im vierten Saisonduell mit den Ungarn.
Die Truppe von Kevin Gaudet suchte trotz engagierter Ungarn mit schnellen Überzahltoren durch Fortier (11./PP2) und Rodman (12./PP) innerhalb von 33 Sekunden die Vorentscheidung. Doch der Anschlusstreffer durch Vas (14./PP) nahm den Schwung aus dem Spiel der Wiener, die weiterhin auf den gesperrten Rafael Rotter und Youssef Riener verzichten mussten. Prompt kamen die Ungarn durch Mihaly bald nach Wiederbeginn (22.) zum verdienten Ausgleich und wurden immer wieder über Konter gefährlich.
Im Schlussdrittel erhöhten die Wiener wieder den Druck, ließen freilich mehrere Chancen ungenutzt und konnten den Gang in die Verlängerung so nicht mehr abwenden - nicht zuletzt, weil Gäste-Goalie Hetenyi mehrere tolle Paraden zeigte. Auch dort zappelte der Puck nicht im Netz, die Entscheidung musste im Penaltyschießen fallen. Den entscheidenden Versuch versenkte schließlich Ladanyi.
Medvescak Zagreb - Graz 99ers 1:2 (1:1, 0:0, 0:1)
Die Graz 99ers haben am Donnerstagabend einen knappen 2:1-Sieg in Zagreb gefeiert. Damit liegen die Steirer nun zwei Zähler vor dem Tabellennachbarn auf Platz fünf. Neo-Jesenice-Crack Greg Day musste damit beim ersten Wiedersehen mit seinem Ex-Klub eine Niederlage einstecken.
Michael Ouellette brachte die Grazer vor 7.000 Zuschauern in Führung (7.), die Andy Sertich (18./PP2) in einem 5:3-Überzahlspiel ausglich. Nach einem torlosen und ziemlich ereignislosen zweiten Abschnitt schlug dann Darcy Warenka im Schlussdrittel im Powerplay zu (51.). Diese knappe Führung brachten die Gäste aus der Steiermark über die Zeit.
HK Jesenice – Villacher SV 3:4 (1:3, 1:1, 1:0)
Der Villacher SV feierte in der 29. Runde im Karawanken-Derby einen knappen 4:3-Sieg in Jesenice und sicherte damit seinen vierten Tabellenplatz ab, während die Slowenen weiter auf dem letzten EBEL-Rang festsitzen.
Derek Damon eröffnete bereits nach 2:07 Minuten den Torreigen im Startdrittel. Brett Lysak gelang zwar nicht einmal zwei Minuten später im Powerplay der schnelle Ausgleich für die Slowenen (5.), doch Roland Kaspitz (10.) und Kevin Mitchell (19.) stellten die Weichen bereits im ersten Abschnitt Richtung Sieg. Im Mitteldrittel verkürzte zwar Douglas Nolan im Powerplay auf 2:3 (33.), doch Jesenice brachte sich wenig später durch Undiszipliniertheiten - u.a. kassierte Jason Beckett eine Matchstrafe - um die Ausgleichschance. Der VSV nützte die 5:3-Überlegenheit und stellte durch Joshua Langfeld auf 4:2 (36.).
Im letzten Drittel gab es Strafen en masse, so musste u.a. VSV-Crack Roland Kaspitz vorzeitig unter Dusche, sein Teamkollege Michael Raffl kassierte eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe, doch der Anschlusstreffer durch Anze Kuralt im Powerplay gelang Jesenice erst fünf Sekunden vor der Schlusssirene. Die Villacher empfangen nun am Sonntag den Tabellenvorletzten Fehervar.
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