Ein Aufreger zum Schluss: Die Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf endete mit einer echten Farce! Die Disqualifikation von Norwegens Langlauf-Superstar Johannes Hösflot Kläbo sorgt für Schlagzeilen und Unverständnis. Eine Kolumne von „Krone“-Reporter Christoph Nister.
Die Nordische WM in Oberstdorf war denkwürdig. Das lag an Corona, den grandiosen Leistungen der Österreicher, aber auch am allerletzten Bewerb! 70 Minuten dauerte es, ehe der Langlaufsieger über 50 km klassisch feststand. Alexander Bolschunow ging als Erster auf die Zielgerade und wählte die Außenbahn, um Johannes Kläbo das Überholen schwerzumachen. Beide berührten sich, der Stock des Russen brach. Kläbo verließ indes mit einem Ski kurzzeitig die Strecke, kam dann aber als Erster ins Ziel - vor Emil Iversen, der das Missgeschick Bolschunows zu nutzen wusste.
Doch dann: Dutzende Wiederholungen der entscheidenden Rennszene, Diskussionen der Jury, die Anhörung von Kläbo und quälendes Warten. Bis das Urteil fiel: Superstar Kläbo disqualifiziert! Weltmeister nach dem Motto „wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte“: Iversen! Simen Hegstad Krüger rückte hinter Bolschunow auf den dritten Platz vor.
Eine echte Farce! Die großen Verlierer waren die beiden stärksten Athleten, dazu der Sport an sich. Gold in der Königsdisziplin am grünen Tisch zu vergeben, das haben sich Sportler, Veranstalter und Fans nicht verdient.
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