07.03.2021 06:00 |

„Krone“-Gastkommentar

Christian Baha: Good old Austria

Als Auslandsösterreicher, der vorwiegend internationale Geschäfte macht, bin ich dennoch stolzer Österreicher. Es reicht schon, wenn man lediglich bei Geschäftsterminen und via Kurznachrichtendienste auf die Vorgänge in good old Austria aufmerksam gemacht wird.

Es war einmal ein Vorzeigeland, mit dem jüngsten Außenminister, mit dem jüngsten Kanzler. Mit Ansehen und Reputation, gutem Krisenmanagement, auch in den Anfängen der Corona-Pandemie, um das uns selbst die deutschen Nachbarn beneideten und das sie vielfach lobten. Für den nicht gelernten Österreicher scheint es derzeit aber so, als wäre aus einer wunderschönen Alpen- über Nacht eine billige Bananenrepublik geworden.

Und das stimmt natürlich nicht. Erstens hat es politische Absprachen und Postenbesetzungen zwischen Regierungsparteien seit Beginn der Zweiten Republik gegeben. So läuft und funktioniert es nun einmal, nicht nur in unserem Land, auch in anderen westlich entwickelten Demokratien.

Zum Zweiten muss sich die heimische Politik endlich der Frage widmen, warum ein träger Tanker namens EU nicht mehr manövrierfähig ist, auch bei der Impfstoffbeschaffung auf allen Ebenen versagt hat. Drittens: Wäre es nicht besser, mit unserem Geld selbst zu wirtschaften und unbürokratisch - ohne die EU zu fragen - in Österreich zu helfen, statt unser Vermögen an die Südstaaten zu verteilen? Alleine deshalb wäre es wichtig, die innerösterreichischen Schaukämpfe auf politischer Ebene zu beenden.

Christian Baha, Kronen Zeitung (Gastkommentar)

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