Stefan Kraft setzte sich auf der Großschanze die WM-Krone auf Salzburger behielt bei dichtem Schneetreiben stets den Durchblick Gold nach Rückenproblemen und Coronapause ein kleines Wunder
Gold-Wahnsinn bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf! Einen Tag nach dem Titel für Kombinierer Johannes Lamparter schlug auch Stefan Kraft zu! Der Salzburger demonstrierte bei dichtem Schneetreiben auf der Schattenbergschanze seine Extraklasse, bewahrte stets den Durchblick! Mit Sprüngen auf 132,5 und 134 Meter verwies der 27-Jährige Robert Johansson um 4,4 Punkte auf den Silberrang, Karl Geiger komplettierte als Dritter das Stockerl. Sensationell: Österreich gewann damit inklusive Ski-WM, Biathlon-WM und Snowboard-WM in diesem Winter schon zehn Goldene.
„Es ist unglaublich, was hier passiert ist“, war Kraft fassungslos. Im Sommer hatte er massive Rückenprobleme, die ihn im Winter erneut plagten. Zudem bremste ihn eine Corona-Infektion aus: „Ich konnte bei der Skiflug-WM in Planica meine Socken nicht mehr anziehen. Jetzt hier zu stehen, da muss ich vielen danken.“ Nach tollen Trainingsleistungen und dem Sieg in der Quali wurde ihm klar, dass etwas möglich ist: „Ich redete es mir so lange ein, bis ich es geglaubt habe.“
Ein Wintermärchen
Und dennoch: Dieser Titel gleicht einem kleinen Wunder, Kraft sorgte für ein wahres Wintermärchen!
Jeder Sprung gelang ihm wie aus einem Guss, nichts brachte ihn aus der Ruhe. „Mit dieser Vorgeschichte ist das wunderschön. Dass es so aufgeht, nachdem ich im Sommer so weit weg war, ist echt ein Wahnsinn!“
Christoph Nister/Norbert Niederacher, Kronen Zeitung
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