„Was das Team geleistet hat, ist unglaublich“, war Trainer Ronald Koeman nach dem 3:0-Erfolg nach Verlängerung im Copa-del-Rey-Rückspiel gegen Sevilla und dem damit verbundenen Finaleinzug zufrieden. Trotzdem herrschen beim FC Barcelona weiter turbulente Zeiten - am Sonntag wird der neue Präsident gewählt. Spitzenkandidat Laporta: „Nur wenn ich gewinne, bleibt Messi.“
Korruptions- und Untreue-Vorwürfe, Verhaftungen (u. a. Ex-Präsident Bartomeu), drohender Konkurs - die Lage beim FC Barcelona ist weiterhin äußerst prekär. Und das vor den am Sonntag stattfindenden Präsidentschaftswahlen. Bei einer Debatte des katalanischen TV-Senders RAC1 fuhr Spitzenkandidat Joan Laporta, der Barça schon zwischen 2003 und 2010 sehr erfolgreich geführt hatte, schwere Geschütze auf.
Wahl-Motiv Messi
Und natürlich ging’s dabei um die Ikone Lionel Messi. „Nur wenn ich gewinne, bleibt Messi bei Barça. Ich habe ein tolles Verhältnis zu Leo. Er wird sich mit dem Angebot, das ich ihm machen werde, auseinandersetzen - und er wird es annehmen“, sagte der 58-jährige Anwalt und legte nach: „Messi interessiert nicht nur das Geld. Er will ein konkurrenzfähiges Team, das Titel holen kann. Dafür werde ich mit Sicherheit sorgen!“
Laportas Gegner sind Toni Freixa, der auf Sparkurs setzen will, und Victor Font, der alte Barça-Größen wie Guardiola, Puyol, Xavi und Iniesta an Bord holen will.
Zum 42. Mal im Finale
Unterdessen jubelt Barça über den 42. Finaleinzug in der Copa del Rey (Rekord), den zehnten in den letzten 13 Jahren. Trainer Koeman nach dem Sieg über Sevilla: „Wir haben bis zur Erschöpfung gekämpft. Als Trainer kann ich nicht mehr verlangen, als ich gegen ein starkes Sevilla gesehen habe.“
Kronen Zeitung
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