25.02.2021 14:05 |

39 Kadaver gefunden

Erneut mysteriöses Elefantensterben in Botswana

Im weltberühmten Naturparadies Okavango-Delta in Botswana geht das rätselhafte Elefantensterben unvermindert weiter. Seit Jänner wurden 39 Kadaver der tonnenschweren Dickhäuter gefunden. Erste Untersuchungen hätten Bakterien und Anthrax als Todesursache ausgeschlossen. Man müsse die weiteren Untersuchungen abwarten.

„Seit Jänner wurden bisher insgesamt 39 Elefantenkadaver gefunden - die meisten in der Mombo-Region im Okavango-Delta“, so der Direktor von Botsuanas Nationalpark-Behörde, Kabelo Senyatso. Die toten Tiere zeigten ähnliche Symptome wie die insgesamt 330 Elefanten, die im Vorjahr rund 230 Kilometer entfernt ebenfalls im Okavango-Delta entdeckt worden waren. Die Behörden hatten damals Cyanobakterien (Blaualgen) als wahrscheinliche Todesursache ausgemacht.

Video: Bilder des Elefantensterben im Jahr 2020:

Giftstoffe in Gewässern als Ursache?
Labortests mit Blutproben verendeter Tiere sowie Erd- und Wasserproben hätten ergeben, dass diese Gifte bildenden Mikroorganismen die Tiere im Nordwesten des Landes töteten, hatte die Wildpark-Behörde Mitte September erklärt. Manche Arten von Cyanobakterien bilden potenziell tödliche Giftstoffe. Das kann zum Beispiel Folgen für Tiere beim Trinken aus Gewässern haben, wenn sich die Mikroben dort bei Algenblüten massenhaft vermehren.

Angriffe von Wilderern gesunken
Das Okavangodelta ist weltweit wegen der spektakulären Landschaften und reichen Tierwelt berühmt und beherbergt die weltweit höchste Anzahl von Elefanten. Durch die Corona-Beschränkungen sind dort neben den Touristenzahlen auch die Angriffe von Wilderern gesunken. „Unsere Daten spiegeln weniger Fälle von Wilderei wider als in der Phase vor der Pandemie“, so Senyatso. „Wir haben die Gründe für den Trend noch nicht wissenschaftlich untersucht, vermuten aber, dass der Rückgang mit den Covid-19-Restriktionen zusammenhängt.“

Quelle: APA

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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