23.02.2021 06:28 |

„Wichtiger Schritt“

Aus für Todesstrafe im US-Bundesstaat Virginia

Die Todesstrafe ist in den USA immer mehr auf dem Rückzug, als inzwischen 23. Staat hat sie nun auch Virginia abgeschafft. Beide Kammern des Parlaments stimmten dafür, womit nur noch die Unterschrift von Gouverneur Ralph Northam fehlt. Seine Zustimmung gilt allerdings als sicher. Er sprach schon am Montag von „einem wichtigen Schritt nach vorne, um sicherzustellen, dass unsere Strafjustiz fair und angemessen ist“.

„In Virginias langer Geschichte hat dieser Staat mehr Menschen hingerichtet als jeder andere Bundesstaat“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung Northams mit den Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses, Eileen Filler-Corn, und dem Mehrheitsführer im Senat, Dick Saslaw. „Es ist Zeit, dass wir dieser Maschinerie des Todes ein Ende bereiten.“ Die Todesstrafe sei kein faires und effektives Instrument der Strafjustiz, hieß es weiter. Seit 1976 gab es nach Angaben des Informationszentrums Todesstrafe 113 Hinrichtungen in dem Bundesstaat.

Todesstrafe auf dem Rückzug
Die Todesstrafe ist in den USA insgesamt eher auf dem Rückzug. Das hat vielerorts mit einer sich wandelnden öffentlichen Meinung zu tun, aber auch den zunehmenden Schwierigkeiten, die nötigen Stoffe für die Giftspritze zu beschaffen. Zudem führt das Verhängen der Todesstrafe meist zu langwierigen - und kostspieligen - Rechtsstreitigkeiten.

2020 wurden in den USA dem Informationszentrum Todesstrafe zufolge von fünf Staaten und der Bundesregierung insgesamt 17 Menschen hingerichtet. Der Bund hatte fast zwei Jahrzehnte lang keine Todesstrafen mehr vollstrecken lassen. Die Regierung von Ex-Präsident Donald Trump setzte jedoch deren Wiedereinführung durch. Der neue Präsident Joe Biden lehnt die Todesstrafe ab.

Quelle: APA

Nicole Weinzinger
Nicole Weinzinger
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