18.02.2021 12:02 |

Voliere kaum sichtbar

Habichtskäuze bezogen in Schönbrunn ihr neues Heim

Man sieht, dass man eigentlich nichts sieht: Mit einer neuen Attraktion erfreut der Wiener Tiergarten Schönbrunn seine Gäste, die seit mehr als einer Woche wieder den Tieren im Zoo einen Besuch abstatten können. Am Weg zum Tirolerhof verleiht nun eine große Voliere ideale Sicht auf die Habichtskäuze - das neue Heim der gefiederten Bewohner ist in dem Waldstück nahezu unsichtbar.

„Die Voliere wurde perfekt in den Wald eingepasst. Zwischen den Bäumen wurden Robinien-Stämme als natürliche Träger für das Netz aufgestellt. Das schwarze Netz ist kaum zu sehen und so hat man das Gefühl, als beobachte man die faszinierenden Eulen mitten im Wald“, erklärt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.

Platz für die Käuze gibt es reichlich, die Voliere ist 127 Quadratmeter groß und hat eine Höhe von bis zu zehn Metern. Doch nicht nur in luftigen Höhen werden Tiere künftig zu sehen sein, sondern auch am Boden. In einem künstlich angelegten Bach wird man in Zukunft auch Feuersalamander beobachten können.

Habichtkäuze bereits eingezogen
Bewohnt wird die Voliere bereits. „Das Habichtskauz-Pärchen ist eine Leihgabe des Wiederansiedlungsprojekts der Österreichischen Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Insgesamt wurden schon 41 Habichtskäuze, die bei uns geschlüpft sind, in die heimischen Wälder gebracht. Auch der künftige Nachwuchs des neuen Pärchens wird einmal durch den Biosphärenpark Wienerwald oder das Wildnisgebiet Dürrenstein fliegen.“

180.000 Euro kostete die Voliere, finanziert wurde sie durch Spenden und Eintrittsgelder. Unterstützt wurde der Bau vom Verein der Freunde des Tiergartens mit 30.000 Euro. Der Habichtskauz war in Österreich bereits ausgerottet. Dank des Wiederansiedelungsprojekts gibt es wieder 30 Brutpaare.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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