Ungarn erwägt erneut eine Olympia-Kandidatur mit der Hauptstadt Budapest. Ein neues Komitee „Budapest 2032“ soll prüfen, ob sich Budapest für die Austragung der Sommerspiele 2032 bewerben soll, wie am Donnerstag in der ungarischen Hauptstadt bestätigt wurde. Das Komitee hatte sich am Vortag auf Beschluss des Präsidiums des Ungarischen Olympischen Komitees konstituiert.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban versucht seit fast 20 Jahren, mit Volksbefragungen und Kampagnen Stimmung für eine erfolgreiche Olympia-Bewerbung seines Landes zu machen. Die bereits offiziell eingereichte Bewerbung Budapests für die Olympischen Spiele 2024 scheiterte jedoch.
Die damals neue Jugendbewegung Momentum - heute eine liberale Partei mit Abgeordneten im Europaparlament - hatte 2017 ein Volksbegehren gegen die Olympia-Bewerbung auf den Weg gebracht. Als sich abzeichnete, dass sich bei einem eventuellen Referendum die Gegner der Spiele durchsetzen würden, zog Orban die Bewerbung zurück. Zu der Volksabstimmung kam es infolgedessen nicht mehr.
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