Kremsmünster-Skandal

Restaurator bekam von Mönch Gemälde als Lohn

In dem Skandal um 50 verschwundene Gemälde und Waffen aus der Sammlung des Stifts Kremsmünster in Oberösterreich soll der verdächtige Kustos (55) mehrere Kunstwerke auch Restauratoren - als Gegenleistung für deren Arbeit - überlassen haben. Die BKA-Fahndung nach noch nicht aufgespürten Werken war bisher erfolglos.

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Es waren offenbar nicht nur Kunsthändler, denen der frühere Kustos des Stifts Kremsmünster - gegen den zurzeit wegen Verdachts des schweren Diebstahls ermittelt wird - Gemälde oder Waffen verkauft haben soll.

Sachhonorar
„Wir wissen zumindest von drei Fällen, in denen der Verdächtige Kunstwerke restaurieren hat lassen, wobei der Restaurator dafür als Sachhonorar ein anderes Stück aus der Sammlung bekommen hat“, bestätigt Andreas Pechatschek von der Staatsanwaltschaft Steyr. Auch private Kunstliebhaber sollen Werke erworben haben. „Der Kontakt zum Kustos ist offenbar über Mundpropaganda zustande gekommen“, erklärt Pechatschek.

Noch kein Fahndungserfolg
Über welchen Zeitraum hinweg die nicht autorisierten Verkäufe stattgefunden haben sollen, ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Die Anzeige der Stiftverantwortlichen gegen den Ex-Kustos und Mitbruder - einem 55-jährigen Deutschen - erfolgte nach einer Inventur des neuen Kustos im Mai 2020. Immerhin 25 der insgesamt 50 verschollen gewesenen Kunstwerke sind inzwischen wiederaufgetaucht.

Von den weiterhin abgängigen Bildern und Waffen, die seit Mittwoch auf der BKA-Homepage zur Sachfahndung ausgeschriebenen sind (siehe auch Bildergalerien oben), konnte vorerst noch kein Stück aufgespürt werden.

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