28.01.2021 06:00 |

Causa St. Anton

„Können keinen Besuch im Zweitwohnsitz verbieten“

Nach dem Wirbel um Skandinavier, Dänen und Briten in St. Anton am Arlberg in Tirol soll strenger kontrolliert werden. Manches ist aber nicht zu verhindern.

Mittlerweile sind sie gelöscht, die Postings im Internet, in denen es Anleitungen gab, wie man nach St. Anton kommt - und dort auch bleiben kann. Unter anderem: Arbeitssuche als Vorwand oder die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes. Zweiteres passierte in erschreckender Häufigkeit - von zehn bis 20 Neuanmeldungen täglich sprach St. Antons Bürgermeister Helmut Mall und kündigte rigorose Kontrollen an. Die führt die Polizei auch durch - aber zum Teil seien der Exekutive die Hände gebunden, schildert ein Beamter.

„Ein Zweitwohnsitz ist ja legal - und wenn der Inhaber diesen etwa seinen Neffen zur Verfügung stellt, können wir das auch nicht verbieten.“ Verstärkt werde man aber den Zweck der Einreise überprüfen. Bei beruflichen Gründen müssten diese glaubhaft gemacht werden, betonte Landeshauptmann Günther Platter. Das Gesundheitsministerium will präzisieren: Wenn jemand als Jobsuchender einreist, um etwa ein Bewerbungsgespräch zu machen, müsse er einen Nachweis vorlegen. Das überprüfe man seit einigen Wochen ohnehin schon, so die Landecker Polizei.

Die Skigebiete zu schließen sei aber nicht die Lösung, blieb Platter bei seiner Linie - vielmehr befürworte er eine Diskussion über das Aufsperren von Handel und Schulen. Denn er ortet ein Kippen der Stimmung: Bevölkerung und Politik würden nicht mehr an einem Strang ziehen.

Kronen Zeitung

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