Aus und vorbei: Am Samstag haben fünf steirische Unimarkt-Filialen das letzte Mal geöffnet – in einigen Fällen wird aber weiter um eine Nachfolgelösung gerungen. Für 17 Standorte der Kette zeichnet sich hingegen eine Lösung ab, doch die Wettbewerbsbehörde prüft noch immer.
„Wir bemühen uns seit Monaten um eine Lösung, bisher leider ohne Erfolg“, sagt Johann Lappi und seufzt. Er ist Bürgermeister der südsteirischen Gemeinde Straß. Dort hat am Samstag der Unimarkt das letzte Mal geöffnet. Die oberösterreichische Kette zieht sich ja vom Markt zurück, für Straß gibt es bisher keinen Nachfolger.
Auch wenn die Gemeinde einige andere Supermärkte beim großen Kreisverkehr an der Peripherie hat: Im Ort selbst war Unimarkt der einzige Nahversorger. „Ich kämpfe weiter wie ein Löwe, auch für die betroffenen Mitarbeiter“, gibt Lappi nicht auf.
St. Stefan ob Leoben verliert einzigen Nahversorger
Nicht nur in Straß wird am Samstag ein vorläufiger Schlussstrich gezogen. Es schließen auch die Filialen in Gleinstätten, Mautern, St. Stefan ob Leoben (das seinen einzigen Lebensmittelhändler verliert) und Laßnitzhöhe. „Bis dato gibt es noch keine Nachfolge“, bedauert Christian Trummer, der den Markt in Laßnitzhöhe führte.
Weiter geöffnet hat der Standort Judendorf-Straßengel. Bürgermeisterin Doris Dirnberger bleibt zuversichtlich: „Es ist ein wichtiger Nahversorger für den Ortsteil. Das Team ist absolut engagiert und ein guter Partner für die Gemeinde.“ In Großklein wird die Betreiberfamilie auf jeden Fall den benachbarten Baustoffhandel mit voller Kraft weiterführen.
Spar will diese elf steirischen Standorte:
Rewe will diese sechs steirischen Standorte:
Wettbewerbsbehörde prüft bis Ende Jänner
Anderswo ist die Zukunft rosiger. Wie berichtet, will Spar elf bisherige Unimarkt-Standorte in der Steiermark übernehmen, bei Rewe sind es sechs (darunter Eibiswald, wo schon 2024 zugesperrt wurde). Die Bundeswettbewerbsbehörde prüft – die Frist wäre diese Woche ausgelaufen, doch sie wurde bis Ende Jänner verlängert.
Der Frust über die Entwicklung ist vielen Betroffenen anzuhören. Von „Management-Fehlern“ bei Unimarkt ist die Rede – aber auch die Politik wird kritisiert, die kleine Händler zu wenig unterstützen würde.
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