27.01.2021 15:07 |

Bei Bad Eisenkappel

Erneut Fälle von Fuchsräude in Kärnten

Erneut sind in Kärnten Fälle von Fuchsräude aufgetreten. Bei einem nächtlichen Fuchsansitz am Montag in der Eigenjagd „Ebriach-Trögern“ bei Bad Eisenkappel wurden von einem Berufsjäger zwei Räudefüchse erlegt. Bereits Ende Dezember und Anfang Jänner wurden wie berichtet kranke Füchse am Katschberg und am Stadtrand von Klagenfurt geschossen. Diese Krankheit ist auch hoch ansteckend für Hunde und Katzen.

Berufsjäger Helmut Bozic hatte die zwei Füchse am Montag bei Bad Eisenkappel mit gezielten Schüssen bei einem Ansitz erlegt. Nach Beendigung des Ansitzes um Mitternacht ging er seine Beute einsammeln und musste  feststellen, dass beide Tiere stark verräudet waren. Im Bereich der hinteren Körperteile hatten die Füchse ihre Fellhaare verloren und die Haut war stark verkretzt. Die Wildtiere waren somit unsäglichen Qualen ausgesetzt und wurden durch ihre Erlegung davon erlöst.

Die Kadaver mussten am nächsten Tag der Tierkörperverwertung (TKV) abgeführt werden.

Nach der Erlegung eines total verräudeten und wenig scheuen Fuchses am 29. Dezember 2020 am Adenberg/Katschberg, in der Gemeinde Rennweg, und eines weiteren, mit dieser Krankheit befallenen Raubwildes am 4. Jänner 2021 am Stadtrand von Klagenfurt, ist nach den beiden erlegten Räudefüchsen in Trögern/Bad Eisenkappel zu befürchten, dass sich diese grausame Wildtierkrankheit in Kärnten wieder flächendeckend verbreitet hat. Das Auftreten der Räude bei Füchsen ist ein deutliches Signal einer Überpopulation dieser Wildart.

Laut Jagdaufseher-Verband gilt die Fuchsräude als besonders ansteckend für Haustiere (freilaufende Hunde und Katzen), aber auch für die im Lande zugewanderten Wölfe und Schakale, zumal Füchse zu den Beutetieren dieser Großräuber gehören.

 Kärntner Krone
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