28.11.2010 16:31 |

In "Höhle" gefasst

"Waldmensch" gesteht Attacke auf Prostituierte in Graz

Der "Waldmensch" Friedrich O. hat am Sonntag gegenüber den steirischen Kriminalisten die Bluttat in Graz vom vergangenen Wochenende zugegeben. "Er hat ein umfassendes Geständnis abgelegt", so Alois Eberhart vom Landeskriminalamt. Bei der Vernehmung habe er den Ablauf der Attacke mit einem Elektrokabel und einem Stanleymesser auf die Prosituierte so geschildert, wie sie von den Ermittlern erhoben wurden. Was den Mord an einer Bäuerin in Niederösterreich am Freitag betrifft, ist der Verdächtige bislang nicht geständig.

Warum der Freigänger - er hätte wegen Eigentumsdelikte noch ein Jahr in der Justizanstalt Graz-Karlau absitzen müssen - die Prostituierte aus Bulgarien schwer verletzte, konnte oder wollte er nicht erklären, so Eberhart. Nach der Tat vom vergangenen Samstag fuhr er jedenfalls mit dem Zug nach Wiener Neustadt und versteckte sich anschließend in den Wäldern im Wechselgebiet, die er aus seiner Vergangenheit kennt.

Bezüglich Mord an Bäuerin nicht geständig
Am Samstag war der 48-Jährige bis in die Abenstunden zu dem Mord an einer 71-jährigen Landwirtin im niederösterreichischen Kirchberg am Wechsel befragt worden. Ein Geständnis hat der Verdächtige aber nicht abgelegt. Laut Leopold Etz vom Landeskriminalamt NÖ habe der Mann jeden Zusammenhang geleugnet.

"Höhle" unter Holzstoß im Wald
Hinweise und Fußspuren hatten die Kriminalisten am Samstag auf die Fährte des gesuchten Verdächtigen geführt. Bei der Überprüfung der Angaben durch Beamte des Landeskriminalamtes und einen Hundeführer habe man den Mann in seinem Versteck fassen können - er hatte sich unter einem Holzstoß einen Unterschlupf hergerichtet und mit einer Plastikplane abgedeckt. Die Festnahme verlief nicht ganz reibungslos, es soll zu einem Gerangel und einem Warnschuss seitens der Polizei gekommen sein, bis sich der Verdächtige nach Informationen der "Krone" schließlich ergab und "Von einem Mord weiß ich nichts" stammelte.

In der Buckligen Welt war am Sonntag erneut die Spurensicherung im Gange. Untersucht wurden das Bauernhaus, in dem die 71-Jährige am Freitag erstochen aufgefunden worden war, sowie mögliche Fluchtwege. Die Tatwaffe habe man bisher nicht gefunden, so Etz.

Im Zuge der Ermittlungen hat die Polizei am Samstag das aktuelle Foto (siehe oben) des Verdächtigen veröffentlicht und ersucht die Bevölkerung um Hinweise. Gesucht werden Personen, die den Mann am Freitag, dem 26. November, gesehen haben. Sie mögen sich unter der Telefonnummer 059133/30-3333 melden.

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