22.01.2021 10:41 |

Erste Maßnahmen

Impfdrängler: Vorarlberg führt „Aufpasser“ ein

Jetzt gibt es erste Maßnahmen gegen Impfdrängler: Vorarlberg lässt ab sofort jede Impfaktion in Seniorenheimen von zwei Mitarbeitern des Landes dokumentieren. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) bejahte in einem Interview, dass man in diesem Fall von „Aufpassern“ sprechen könnte. Unterdessen wurde die Corona-Impfung von zwei weiteren Vorarlberger Bürgermeistern bekannt.

Neben Wolfgang Matt (Feldkirch) und Katharina Wöß-Krall (Rankweil) haben auch Nobert Greussing und Martin Vallaster, die Gemeindeoberhäupter von Bizau (Bregenzerwald) und Bartholomäberg (Montafon), eine Impfung erhalten. Greussing erklärte gegenüber den „Vorarlberger Nachrichten“, dass er Verwalter des örtlichen Josefsheims sei. Wie alle Mitarbeiter habe er sich zur Impfung „ganz normal angemeldet“. Vallaster wurde bereits am 13. Jänner im Pflegeheim geimpft. Man habe alle Anstrengungen unternommen, noch Menschen über 80 zu finden. Letztlich habe man aber ihn „für die allerletzte Dosis angerufen“, sagte Vallaster.

Impfaktionen werden künftig dokumentiert
Wallner verhehlte nicht, dass es Anzeichen gebe, wonach in den Heimen mehrere Personen geimpft worden sein sollen, die gemäß dem Impfplan noch nicht an der Reihe gewesen wären. Um solche Vorkommnisse in Zukunft ausschließen zu können, wird das Land künftige Impfaktionen in Heimen von Mitarbeitern dokumentieren lassen. Der Landeshauptmann will darüber hinaus, dass zunächst Personen in der Prioritätsgruppe I den Impfstoff erhalten, bevor Impfdrängler zum zweiten Mal geimpft werden.

Zwangspause bei Impfungen
Vorerst wird jetzt aber sowieso eine Impfpause eingelegt. Wie Landesrätin Martina Rüscher gegenüber der „Krone“ bestätigte, zwingt ein Lieferengpass von Biontech/Pfizer die Verantwortlichen bald zu einem Impf-Stopp. Die noch vorhandenen Impfdosen reichen zwar aus, um jene Personen ein zweites Mal zu impfen, die bereits die Erstimmunisierung erhalten haben, danach muss aber gewartet werden, bis Biontech/Pfizer wieder liefern kann.

Laut Rüscher könnte das bis Mitte Februar dauern. Das Ausweichen auf den Impfstoff von Moderna ist nicht möglich, weil dieser in Vorarlberg nicht beziehbar ist. Aktuell haben sich schon über 88.000 Menschen für eine Impfung vorgemerkt. Seit dem Impfstart wurde in Vorarlberg bereits 12.148 Mal die Nadel gezückt, 86 Personen haben sogar schon die notwendige zweite Injektion erhalten. Noch vier Pflegeheime sind bei der Durchimpfung ausständig.

krone.at/Kronen Zeitung

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