21.01.2021 17:46 |

Bei Propeller-Suche

Taucher finden in Ostsee 6 Nazi-Chiffriermaschinen

Vor der Küste des deutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein haben Taucher bei Arbeiten sechs Chiffriermaschinen vom Typ Enigma aus dem Zweiten Weltkrieg aus der Ostsee geborgen. Finder Christian Hüttner habe den Fund aus der Nähe von Schleimünde gemeldet, berichtete das Archäologische Landesamt am Donnerstag. Erst im November vergangenen Jahres hatten Forschungstaucher bei der Suche nach herrenlosen Fischernetzen in der Ostsee eine Enigma-Chiffriermaschine aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden (Bild oben).

„Bei der Suche nach einem verlorenen Propeller bin ich auf einen Haufen entsorgter Enigma-Maschinen gestoßen“, zitierte das Landesamt den Finder. „Teilweise sind sie offensichtlich bereits vor dem Entsorgen unbrauchbar gemacht worden.“

Enigmas sollen fachgerecht konserviert werden
Nach Angaben des Landesamts ist noch offen, wie die nun gefundenen Maschinen an ihren Fundort gelangten. Sie sollen fachgerecht konserviert werden. Nach Abschluss der Arbeiten ist eine Ausstellung zu den Chiffriermaschinen im Museum für Archäologie geplant.

Vermutlich wurden viele weitere Enigmas versenkt
Die Archäologen gehen davon aus, dass zahlreiche weitere Enigmas in schleswig-holsteinischen Gewässern versenkt wurden. Sie seien Teil der jüngeren deutschen Geschichte, und ihre Fundorte könnten Aufschluss zu den Ereignissen am Ende des Zweiten Weltkrieges erbringen.

Von deutschem Elektrotechniker 1918 erfunden
Die deutschen Militärs verschlüsselten mit der Enigma, die an eine Schreibmaschine erinnert, ihre gesamte Funkkommunikation. Erfunden wurde die Maschine bereits 1918 vom deutschen Elektrotechniker Arthur Scheribus. Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers wurde sie immer wieder verbessert und kam für die Luftwaffe, die Kriegsmarine und beim Heer, aber auch im diplomatischen Dienst oder bei der Reichsbahn zum Einsatz.

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