19.01.2021 13:01 |

Neuer Indikator zeigt:

Immo-Kauf rechnet sich in Toplage später als Miete

In teuren Städten wie Kitzbühel, München, Frankfurt, Hamburg oder Berlin rentiert sich der Kauf einer Immobilie erst viel später als an billigeren Standorten wie etwa Eisenstadt, St. Pölten oder Klagenfurt. In Kitzbühel könnte man im Schnitt 38,8 Jahre lang mieten, ehe der entsprechende Kaufpreis für eine Wohnung oder ein Haus bezahlt wäre. Zwei Jahre weniger braucht man in den deutschen Städten Berlin und Hamburg, wo es 36,8 Jahre sind. 

Das zeigt auch der jüngste Kauf-Miet-Indikator der Online-Vermittlungsplattform ImmoScout24. Wer eine Immobilie lieber kaufen als mieten wolle, sei in Österreich grundsätzlich besser dran als in Deutschland.

In Kitzbühel könnte man im Schnitt 38,8 Jahre lang mieten, ehe der entsprechende Kaufpreis für eine Wohnung oder ein Haus bezahlt wäre. Zwei Jahre weniger braucht man in den deutschen Städten Berlin und Hamburg, wo es 36,8 Jahre sind. Es folgen die Metropolen München (35,3 Jahre) und Düsseldorf (34,6 Jahre). Hallein im Salzburger Speckgürtel landet mit 34,6 Jahren knapp dahinter. Augsburg und Regensburg mit je 33,4 Jahren und München mit 33 Jahren liegen auch im oberen Drittel. In Österreich kann man neben Salzburg und Bregenz (je 31,2 Jahre) auch in Linz (31,3 Jahre) mehr als drei Jahrzehnte zur Miete wohnen, ehe sich der Kaufpreis amortisiert hat.

Kauf in Wien rechnet sich sechs Jahre früher als in Berlin
Betrachtet man die Hauptstädte der beiden Länder, so lohnt sich ein Immobilienkauf in Wien (30,5 Jahre) sechs Jahre früher als in Berlin (36,8 Jahre). Ein sehr gutes Kauf-Miet-Verhältnis weisen in Österreich die steirische Landeshauptstadt Graz mit 25 Jahren und Steyr in OÖ (26,7 Jahre) für Kaufwillige auf. In Deutschland können etwa Passau (27,2 Jahre), Würzburg (28,0 Jahre) und Heidelberg (28,6 Jahre) punkten.

Der Kauf-Miet-Indikator zeigt, wie viele Jahre man eine Wohnung mieten kann, um den durchschnittlichen Kaufpreis von Eigentum in einer Region zu erreichen - ohne Kredit-, Instandhaltungs- oder Betriebskosten, die bei Eigentum zusätzlich anfallen. Je niedriger die Relation ist, desto eher lohnt sich ein Kauf der eigenen vier Wände und desto höher ist auch die erzielbare Rendite für Investoren.

Für die Studie hat Innofact im Dezember für ImmoScout24 rund 500 Österreicherinnen und Österreicher und mehr als 1000 Deutsche online befragt. Die Befragten wurden bevölkerungsrepräsentativ nach Alter von 18 bis 65 Jahren und nach Geschlecht ausgewählt.

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