11.01.2021 09:46 |

Suche nach Ursache

Jet-Absturz in Indonesien: Turbinenteile geborgen

Nach der Flugzeugtragödie in Indonesien mit 62 Toten haben Suchtrupps bis Montag Teile einer Turbine der Boeing 737-500 aus dem Meer geborgen. Ein Marineschiff habe sie mittels eines 3D-Sonargeräts entdeckt, sagte Militärsprecher Orri Ronsumbre. Die Bemühungen, den bereits am Sonntag georteten Flugschreiber zu bergen, gingen inzwischen weiter. Die sogenannte Black Box kann dabei helfen, die Unglücksursache zu klären.

Die Maschine der indonesischen Gesellschaft Sriwijaya Air war am Samstag kurz nach dem Start in Jakarta ins Meer gestürzt und zerschellt. Bereits am Sonntag hatten Taucher in 23 Metern Tiefe Trümmerteile, persönliche Gegenstände und menschliche Überreste gefunden und an Land gebracht.

Das 27 Jahre alte Passagierflugzeug war auf dem Weg nach Pontianak auf der Insel Borneo, als es kurz nach dem Start vom Radar verschwand. Danach war das Schicksal der Maschine zunächst ungewiss. Am Sonntag hatten die Einsatzkräfte schließlich Signale empfangen und die Flugschreiber in der Javasee geortet.

Große Trauer in Indonesien
In Indonesien herrschte große Trauer. Zahlreiche Menschen zeigten sich in sozialen Netzwerken bestürzt und drückten den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Viele Familienmitglieder hatten lange noch auf ein Wunder gehofft und im Krisenzentrum am Flughafen auf Informationen gewartet. An Bord waren auch sieben Kinder und drei Babys.

Wetter schuld am Unglück?
Die Ursache für das Unglück ist weiter unklar. Jedoch herrscht in Indonesien Regenzeit. Die Maschine war wegen heftiger Niederschläge mit Verspätung gestartet.

Die Sriwijaya Air wurde 2003 gegründet. Sie deckt hauptsächlich Inlandsverbindungen im Inselstaat Indonesien ab, hat aber auch internationale Strecken etwa nach Malaysia im Angebot.

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