Weihnachten mit der Familie. Mit Ehefrau Larissa und großen Augen des 20 Monate alten Juniors Niklas. Am Stefanitag wird die der Papa aufreißen. Auf der berühmt-berüchtigten Stelvio in Bormio. Vor einem Jahr lag er dort im Schnee. Ein Sturz vor der Traverse - die Folgen: Riss des vorderen Kreuzbandes und ein knöcherner Ausriss des äußeren Kapselbandkomplexes am rechten Knie.
Als Reichelt wenige Tage später von Comeback und WM in Cortina sprach, nahmen das viele nicht ernst. Eh klar: Mit 39. Aber Hannes, nun 40, ist am Samstag beim ersten Abfahrtstraining wieder zurück auf der Stelvio, wo Minusgrade verschärfte Bedingungen versprechen. Leicht wird das nicht. „Für jeden, der sich auf einer Strecke verletzt hat, ist das Wiedersehen schwierig.“
Was dem Downhill-Oldie mental hilft: „Die Stelvio ist eine Strecke, wo ich immer gut gefahren bin.“ 2008 holte er dort mit einem Sieg beim Finale die Super-G-Kugel, 2012 seinen ersten Abfahrtssieg. Die Bilder vom Sturz will der Radstädter nicht mehr sehen.
Noch sucht der Routinier den Anschluss. Die 3,31 Sekunden Rückstand in Gröden (43.) lagen ihm schwer im Magen.
Georg Fraisl, Kronen Zeitung
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