08.12.2020 06:30 |

320.000 WK-Beratungen

Mit Unternehmergeist gegen Krise

Jede Krise birgt Chancen: Nach dem großen Wirtschaftsschock durch die Lockdowns, kehrt in Kärntnern der Gründergeist zurück. Viele Jungunternehmer wittern Chancen für neue Geschäftsideen und wollen ihr eigenes „Business “ starten. „Es gibt eine Flut an Anfragen – wir holen auf“, freuen sich Wirtschaftsvertreter.

Verwirrung bei Öffnungszeiten, Kurzarbeit, Förderungen und Reisebeschränkungen – die Pandemie hat das Unternehmertum auf den Kopf gestellt und zu großer Verunsicherung geführt. Gemessen in Zahlen: Mit unglaublichen 320.000 Anfragen zu Arbeitsrecht, Reisebeschränkungen und Co. haben sich Kärntner Unternehmer an ihre Standesvertreter gewandt. „42.000 haben in Kärnten bislang Gelder aus dem Härtefall-Fonds beantragt, 50 Millionen Euro wurden ausbezahlt“, zieht die Wirtschaftskammer Kärnten jetzt Zwischenbilanz.

Die Wirtschaftsflaute und die Verunsicherung haben aber auch dazu geführt, dass viele Ideen und Business-Pläne für die Gründung neuer Unternehmen in Schubladen verschwunden sind.

Österreichweit gab es im ersten Halbjahr bei den Neugründungen ein Minus von 8,6 Prozent. In Kärnten zogen 1100 Start-ups trotz Corona ihr Unternehmen hoch. Meinrad Höfferer, der stellvertretende Direktor der Wirtschaftskammer Kärnten, ortet jetzt einen klar steigenden Trend - eine Aufholjagd bei den Unternehmensgründungen.

Zitat Icon

Es gibt neue Ideen, viele orientieren sich durch Corona neu und wollen ein neues oder ein zusätzliches Unternehmen gründen.

Meinrad Höfferer, Wirtschaftskammer Kärnten

Schwierig bleibt die Lage bei den etablierten Unternehmen im Export. Höfferer „Es könnte mehr verkauft werden – wegen Reisebeschränkungen fallen zugehörige Dienstleistungen wie Montage und Einschulungen aber weg. Es droht sogar ein Minus von 10 bis 15 Prozent.“

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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