03.12.2020 11:55 |

Wintereinbruch in Ö

Schneefall und Eisglätte im Süden und Osten

Selbst in der Bundeshauptstadt Wien hat in der Nacht auf Donnerstag der Winter Einzug gehalten. Nachdem in den Nachtstunden bereits im Süden Österreichs dichtes Schneetreiben geherrscht hatte, kam es auch im Rest des Landes zum Wintereinbruch - auch im Osten. Anfänglicher Eisregen ging in der Folge auch in weiten Teilen der Bundeshauptstadt Wien in Schneefall über. Dennoch bleibt die Gefahr von Glatteis und schneebedeckten, rutschigen Straßen vor allem im Landesosten den ganzen Tag über bestehen. Bitte um Vorsicht!

Lediglich in einigen Teilen von Vorarlberg und Tirol ließ sich in den Nachtstunden nach Angaben der Unwetterzentrale Frau Holle nicht blicken - im Rest des Landes gab sie jedoch ein mehr oder minder kräftiges Lebenszeichen von sich. Vor allem im Süden - also in der Steiermark und in Kärnten, wo vielerorts Schneekettenpflicht herrscht, sowie in Osttirol - fielen alleine in der Nacht bereits stellenweise bis zu 30 Zentimeter Neuschnee.

Schneedecke in allen Landeshauptstädten
Einen Besuch stattete Frau Holle dabei jeder Landeshauptstadt ab - zuletzt gab es das am 24. Jänner 2019. So früh in der Wintersaison war das jedoch schon länger nicht mehr der Fall. Im Jahr 2012 waren zum letzten Mal in der ersten Dezemberhälfte sämtliche Landeshauptstädte in eine Schneedecke gehüllt.

Schneedecke in Wien, Verzögerungen bei Öffis
Und sogar die Wiener standen am Donnerstagmorgen mit einer dünnen Schneedecke auf. Nach anfänglichem Eisregen, der auch Glätte mit sich brachte, begann es auch in weiten Teilen Wiens am Morgen zu schneien, teils sogar überaus kräftig. Dies führte auf den Straßen naturgemäß zu Verkehrsbehinderungen, so kam es bei den Öffis - sowohl bei Bus- als auch auf Bim-Linien - in der Früh zu Verzögerungen und Problemen.

Mehr als 100 Einsätze in NÖ
Auch auf Niederösterreichs Straßen gab es reichlich zu tun, so standen etwa 1000 Mitarbeiter des Straßendienstes im Einsatz, um die Straßen von der Schneedecke zu befreien. Laut Landespressedienst waren überdies mehrere Hundert Räum- und Streufahrzeuge unterwegs. Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehren hatten gut zu tun - mehr als 100 Einsätze galt es abzuarbeiten. Zahlreiche Fahrzeuge mussten etwa aus Straßengräben geborgen werden. Unfälle gab es u.a. auch auf A2, dort kam es aufgrund eines verunglückten Sattelschleppers zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, auch auf der A21 verunfallten ein Auto sowie ein Kleintransporter. Bei insgesamt sechs Unfällen seien acht teils schwer Verletzte zu beklagen gewesen, hieß es seitens der Einsatzkräfte, die an Verkehrsteilnehmer appellierten, sich bei Fahrverhalten und Tempo an die Witterungsverhältnisse anzupassen.

Unfälle in der Steiermark
In der Steiermark sorgte der dichte Schneefall bereits für zahlreiche Unfälle, zudem blieb eine Vielzahl an Fahrzeugen auf den glatten Straßen hängen.

Die Einsatzkräfte waren schwer gefordert. Auch die Landeshauptstadt Graz präsentierte sich bereits gut „angezuckert“ - hier kam es am Morgen ebenfalls zu Problemen bei den Öffis.

Glättegefahr und dichter Schneefall
Glätte bleibt auch im Laufe des Tages im Land eine drohende Gefahr - vor allem im äußersten Osten, warnte die Österreichische Unwetterzentrale. Hier drohte am Morgen bereits gefrierender Regen, weshalb auf Gehsteigen und Straßen besondere Vorsicht geboten war. Weiterhin starker Schneefall wurde in Teilen der Steiermark, Kärntens und Osttirol erwartet. Doch auch für den Osten Niederösterreichs, das Burgenland und Wien wurde bis in den Vormittag hinein Schneetreiben prognostiziert. Ab Mittag lasse dieses aber nach und ziehe langsam nach Osten ab, so Wetter-Experte Florian Pfurtscheller. „Somit entspannt sich die Lage und man kann für ein paar Stunden den Schnee genießen.“

Freitag bringt Sturm im Osten und Schneemassen im Süden
Der Freitag bringt dann in der Osthälfte des Landes - wie berichtet - Sturm mit teils bis zu 100 km/h. Dazu steigen auch wieder die Temperaturen an. Mit einer weiteren enormen Ladung an Schnee muss jedoch in Osttirol und Oberkärnten gerechnet werden - auch am kommenden Wochenende.

Drau-Stauseen in Kärnten: Wasserspiegel gesenkt
Wie Wetter-Experte Nikolas Zimmermann berichtete, sorge ein Randtief über Norditalien „für intensiven und teils auch gewittrig durchsetzten Schneefall“ in den besagten Regionen. Aufgrund der Niederschläge wurden deshalb bereits vorsorglich die Wasserspiegel der drei Drau-Stauseen in Kärnten gesenkt. Ergiebig fallen die Schneemengen auch am Alpenhauptkamm aus, etwas von der weißen Pracht sei auch in Vorarlberg, dem Tiroler Oberland sowie im Außerfern zu erwarten. In Salzburg wird es ebenfalls gehörig nass, allerdings in Form von Regen. Im Osten wird es laut Prognose föhnig mit bis zu zwölf Grad.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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