24.11.2020 20:51 |

Dow-Jones-Feuerwerk

Börsenrekord: Trump dankt allen und sich selbst

Die neue Rekordmarke des US-Leitindex Dow Jones hat US-Präsident Donald Trump zu einem äußerst ungewöhnlichen Kurzauftritt vor der Presse veranlasst. Der abgewählte Amtsinhaber trat am Dienstag im Weißen Haus mit wenigen Minuten Vorankündigung vor die Kameras und dankte „allen Leuten, die so hart dafür gearbeitet haben“.

Die Dankesworte waren natürlich indirekt auch an sich gerichtet, hatte der 45. Präsident der USA gute Entwicklungen an den Aktienmärkten in den vergangenen Jahren immer wieder auf seine Politik zurückgeführt. So auch diesmal, als Trump nach dem Erreichen der 30.000 Punkte diese als „heilige Zahl“ bezeichnete.

Trump: „Absolut unglaubliche Entwicklungen“
„Niemand hat gedacht, dass er das jemals sehen würde“, sagte Trump bei seinem nur rund einminütigen Auftritt an der Seite seines Stellvertreters Mike Pence im Pressesaal des Weißen Hauses. Trump sprach von den „absolut unglaublichen“ Entwicklungen bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Fragen von Journalisten beantwortete der 74-Jährige, der seine Niederlage auch drei Wochen nach der Wahl vom 3. November nicht anerkannt hat, erneut nicht.

Der Republikaner hatte am Montagabend aber zähneknirschend den Weg für die Einleitung einer Übergabe der Amtsgeschäfte an Wahlsieger Joe Biden freigemacht. Die Leiterin der zuständigen US-Bundesverwaltungsbehörde GSA, Emily Murphy, solle „tun, was getan werden muss“, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Murphy hatte Biden zuvor in einem Brief zugesagt, seinem Übergangsteam den Zugang zu Behördengebäuden, Finanzmitteln und Mitarbeitern zu gewähren.

Dieser eigentlich rein bürokratische Akt ist eine Wegmarke beim Übergang von einer US-Regierung zur nächsten. Bis dahin hatte die von Trump ernannte Murphy es abgelehnt, den Brief zu schreiben, der Biden de facto als Wahlsieger anerkennt.

Weitere Wahlergebnisse offiziell bestätigt
Am Dienstag wurde auch das Wahlergebnis im wichtigen Bundesstaat Pennsylvania offiziell bestätigt - was Trump weiter Luft aus den Segeln im juristischen Kampf nimmt. Zudem schloss das Oberste Gericht in Nevada die Prüfung der Ergebnisse ab. Pennsylvania ist mit 20 Stimmen von Wahlleuten besonders wertvoll. Der US-Präsident wird nicht direkt vom Volk, sondern am 14. Dezember von 538 Wahlleuten gewählt, die gemäß dem Ergebnis in ihrem Bundesstaat abstimmen. Biden sicherte sich bei der Wahl die Stimmen von 306 Wahlleuten. Benötigt werden 270.

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