22.11.2020 06:00 |

Neuer Schlagabtausch

Herbert Kickls Ex-Leibgarde sorgt für Wirbel

Die einstigen Personenschützer Herbert Kickls in dessen Tagen als Innenminister sorgen für heftigen Streit zwischen ÖVP und FPÖ: Nun wurde bekannt, dass die frühere Leibgarde des Blauen immer noch im Wiener Verfassungsschutz arbeitet. Die Türkisen behaupten, dass sie ihn mit Geheim-Infos versorgen.

Sooft die ÖVP Herbert Kickls Arbeit als Innenminister in gemeinsamen Regierungstagen auch verteidigt hat, jetzt finden die Türkisen offenbar nichts Gutes mehr an seiner Amtsführung. Aktuellster Anlass für ÖVP-Kritik am blauen Klubchef ist der von „profil“ berichtete Umstand, dass Kickls einstige Leibgarde - eine hauptsächlich aus Mitgliedern der freiheitlichen Polizeigewerkschaft bestehenden Truppe - immer noch beim Wiener Verfassungsschutz werkt.

Für ÖVP-Mandatar Karl Mahrer besteht nun der „Verdacht“, dass Kickl unlängst publik gemachte Interna über geheime Polizei-Operationen dort erfuhr: „Offenbar hat der FPÖ-Klubobmann seit seiner wenig ruhmreichen Amtszeit als Innenminister eine direkte Leitung ins Innere des LVT Wien aufgebaut“, so Mahrer, „um geheime Informationen für seine Zwecke zu missbrauchen.“

Die Antwort der FPÖ fiel gar noch schärfer aus: Der türkise Abgeordnete Mahrer wurde als „Innenminister Nehammers Hampelmann“ und „Sprachrohr schwarzer Netzwerke im Innenressort“ bezeichnet.

Kronen Zeitung

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