"Wir handeln sehr überlegt und zielführend und werden die Probleme anpacken und unverzüglich lösen", verspricht Kabeg-Vorstandschefin Ines Manegold. Zuerst werde am Dienstag der Personalmangel auf der Intensivstation in Angriff genommen.
Für den Betriebsrat steht indes fest, dass man nach dem Eklat am Donnerstag nicht einfach zur Tagesordnung übergehen werde. Der medizinische Leiter hatte sich ja mit den Ärzten solidarisiert und auf die Probleme im Haus aufmerksam gemacht – und wurde dafür von Manegold vor die Türe gesetzt. "Wir werden als erste Maßnahme den Aufsichtsrat einberufen. Es wird auch eine Tagung der Expertenkommission geben", erklärt Zentralbetriebsrat Arnold Auer.
Bereits am Freitag fand eine Sitzung der Primarärzte statt, am Dienstag folgt eine Zusammenkunft der Oberärzte und eine Betriebsratssitzung, in der weitere Maßnahmen besprochen werden. Auer: "Diese reichen von Dienst nach Vorschrift bis Streik – damit wollen wir vorsichtig sein."
Rückendeckung für Manegold
Rückendeckung nach Angrés' Entlassung bekommt Manegold vom Leiter der Expertenkommission, Albert Kreiner: "Angrés hat zwar immer gut die Probleme aufgezeigt. Dabei vergaß er, dass er als Führungskraft auch für die Entwicklung der Lösungen zuständig ist." Diese Meinung teilt Kabeg-Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Scheuch (FPK), ÖVP-Klubobmann Stefan Tauschitz attestiert Manegold "bisher ausgezeichnete Arbeit". Die Grünen wollen einen Gesundheitsgipfel, die SPÖ fordert, die Abberufung Angrés rückgängig zu machen, der ÖGB verlangt den Rücktritt Manegolds.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"









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