Lesachbach

Osttirol: Hochwasser beschädigte Kraftwerk

Kärnten
13.11.2020 13:23
Porträt von Serina Babka
Von Serina Babka

Nach hinten losgegangen scheint der Schnellschuss, am Lesachbach ein Kraftwerk entgegen aller Warnungen politisch durchzuboxen: Im August hatte nämlich ein Unwetter dort erheblichen Schaden angerichtet. Laut WWF wurde ein Reparaturprojekt eingereicht, das die Natur erneut sehr belasten würde - und das an einem besonders sensiblen Gebirgsbach.

Das Kraftwerk am Iselzufluss Lesachbach ist im Juli 2018 auf politische Weisung genehmigt worden. Landesrat Josef Geisler hatte damit Warnungen von Gutachtern vor Hochwasser und Muren ignoriert. Experten hatten damals auch die ökologische Verschlechterung belegt.

Jetzt gibt es Schäden in Höhe von 50.000 Euro. Das Bachbett liegt bis zu drei Meter tiefer - und Geschiebe hat Rohrleitungen weggerissen, die Wasserfassung ist beschädigt worden.

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Im Umweltverfahren gab es Warnungen, dennoch hat die Landespolitik das Projekt durchgeboxt. Das rächt sich mit teurem Nachspiel und neuer Naturzerstörung.

WWF-Gewässerschutzsprecherin Marianne Götsch

Der WWF fordert Konsequenzen. „Die Tiroler Landespolitik muss solche Weisungen auf Kosten von Mensch und Natur einstellen!“, sagt Gewässerschutzexpertin Marianne Götsch.

Das Isel-System gehöre noch zu den letzten weitgehend unzerschnittenen und intakten Gletscherflüssen der Ostalpen; die Ökologie der Zuflüsse Schwarzach, Lesachbach, Kalserbach und Tauernbach sei jedoch durch Kraftwerke belastet.

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