12.11.2020 10:28 |

Werbekampagne geplant

Pflege: Anschober will Quereinsteiger motivieren

Auf dem Weg in ein zukunftsfittes Pflege- und Betreuungssystem benötigen die betroffenen Organisationen neben ausreichend Finanzmitteln auch mehr Personal. Denn dabei handelt es sich um das „Herzstück“ der aktuellen Reformbemühungen von Gesundheits- und Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne), wie es Elisabeth Anselm vom Dachverband der Pflegeorganisationen formuliert. Aus diesem Grund will das Sozialministerium nun mithilfe einer breiten Kampagne Quereinsteiger zum Umstieg motivieren.

Für den Sozialminister geht es bei der Pflegereform sowohl um einen erleichterten Einstieg in den Pflegeberuf als auch um den Umstieg aus anderen Jobs in die Pflegebranche. In Werbespots des Ministeriums, die unter anderem über den ORF und über soziale Medien verbreitet werden sollen, erzählen fünf Pflegekräfte über ihre diesbezüglichen Erfahrungen - nach dem Motto „Berufe mit Sinn, Vielfalt und Zukunft“.

Quereinsteigerin: „Nach Praktikum hat man Jobangebot“
Im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag kam neben Anschober auch eine der „Darstellerinnen“ in den Werbespots zu Wort. Die Frau erzählte in der Pressekonferenz, warum sie sich nach 25 Jahren Berufserfahrung im Medienbereich für den Umstieg entschieden hatte. Sie habe immer am Computer gearbeitet und überlegt, ob sie in den verbleibenden Berufsjahren nicht doch noch etwas Neues ausprobieren sollte. Sie strich insbesondere die guten Berufschancen heraus: „Das Ausmaß an Jobangeboten hat mich total überrascht. Nach jedem Praktikum geht man mit einem neuen Jobangebot nach Hause.“

Für Anselm von der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt, dem Dachverband der Pflegeorganisationen, wird die Personalfrage über den Erfolg der aktuellen Pflegereform entscheiden. Als Zielgruppe nannte Anschober auch rund 30.000 ausgebildete Pflegekräfte, die mittlerweile aus dem Beruf ausgestiegen sind. Er verwies einmal mehr auf den starken Anstieg der älteren Bevölkerung. So werde allein die Zahl der über 90-Jährigen von 2017 bis 2030 um mehr als ein Drittel ansteigen.

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