Polizei zeigt Präsenz

Salzburg blickt geschockt in die Hauptstadt

Salzburg
04.11.2020 06:00
Porträt von Nikolaus Pichler
Von Nikolaus Pichler
Angst, Wut, Trauer Nach den Anschlägen in der Bundeshauptstadt herrschen bei Passanten am Hauptbahnhof gemischte Gefühle. Die Behörden wollen wachsam bleiben und die Präsenz an besonders schutzwürdigen Orten verstärken. Von einer „abstrakten Gefährdungslage“ ist die Rede.

Noch in der Nacht auf Dienstag reagierte die Polizei auf die blutigen Anschläge in Wien und postierte mehrere Beamten vor dem französischen Konsulat. Gerüchte wonach es auch in Salzburg zu Schüssen gekommen sei, stellten sich jedoch als falsch heraus. „Diese dürften einem gelangweilten Geist entsprungen sein“, ärgert sich Chefinspektor Hans Wolfgruber von der Polizei.

Die Augen verschließen will die Landespolizeidirektion dennoch nicht. „Natürlich haben wir aufgrund der abstrakten Gefährdungslage die Überwachung des öffentlichen Lebens verstärkt“, schildert der Sprecher. So wollen die Beamten speziell Bahnhöfe, Moscheen, Synagogen, Kirchen im Auge behalten. Fragen zur Anzahl der Einsatzkräfte will Wolfgruber auf Anfrage nichtkommentieren. „Wir haben jedoch genug uniformierte und zivile Beamten im Einsatz.“

Salzburger Ermittler unterstützen Behörden
Auch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung sowie die Landeskriminalamt unterstützt die Behörden in Wien nun im Kampf gegen den Terror. „Spuren die nach Salzburg führen, gibt es bisher aber nicht“, so Wolfgruber.

Gemischte Gefühle sind bei den Passanten am Salzburger Hauptbahnhof dennoch vorhanden, wie ein Lokalaugenschein zeigte. Einschüchtern lassen will man sich jedoch nicht. Selbst die Wienerin Karin Weinländer, die am Dienstag beruflich in Salzburg war, betont: „Mehr Angst habe ich deswegen nicht.“

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