28.10.2020 15:56 |

„Joe‘s shot“

Trump fantasiert in Rede über jähes Ende von Biden

Erneut hat ein Kommentar von US-Präsident Donald Trump für Entrüstung und Verwirrung gesorgt: Diesmal machte der Republikaner bei einer Wahlkampfveranstaltung eine doppeldeutige Aussage, die einige als düstere Prognose deuten, dass sein Herausforderer, Joe Biden, ermordet werden könnte. Es wird sogar behauptet, der US-Präsident habe damit zu einem Anschlag auf seinen politischen Gegner aufgerufen ...

Bei dem Event in Michigan erklärte Trump wörtlich: „Three weeks in, Joe’s shot.“ Dass das amtierende Staatsoberhaupt denken könnte, dass Biden nach einem Wahlsieg binnen drei Wochen an- oder gar erschossen wird (der englische Ausdruck für angeschossen, „shot“, wird gerne missinterpretiert), sorgt für Empörung in sozialen Medien. Einige User, auch Journalisten, werfen Trump vor, zu einem Anschlag auf seinen Herausforderer von den Demokraten aufgerufen zu haben.

Präsident dürfte eher von „Erschöpfung“ Bidens gesprochen haben
Doch der US-Präsident dürfte eher eine Redewendung verwendet haben, die man nicht so wörtlich nehmen sollte. Der englische Ausdruck „to be shot“ kann auch bedeuten, physisch oder psychisch erschöpft zu sein. Das hieße, dass Trump davon ausgeht, dass der 77-jährige Biden nach wenigen Wochen zu ausgelaugt für das höchste Amt im Lande sein könnte. Auch Trump selbst ist nicht mehr der Jüngste und weiß, wovon er spricht - er ist 74 Jahre alt.

Trump über Harris: „Dies wird nicht die erste Präsidentin sein“
Wie auch immer die verschiedenen Lager die Aussagen zu Biden interpretieren, die Attacken auf Kamala Harris, die Kandidatin der Demokraten für die Vizepräsidentschaft, sind eindeutig. „Mögen Sie Kamala? Wollen Sie, dass sie Vize-Präsidentin wird?“, fragte Trump sein Publikum. Er warnte davor, dass die Politikerin Präsidentin werden würde, sollte Biden vorzeitig aus dem Amt scheiden. „Das können wir nicht zulassen. Dies wird nicht die erste weibliche Präsidentin sein. Sie können ja eine Präsidentin haben, aber dies wird nicht die erste Präsidentin sein.“

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