„Gefühl von Kontrolle“

Salzburg: Statt Madrid-Wunder flossen die Tränen

Fußball National
28.10.2020 06:15

Beherzte Salzburger reizten in Madrid Topklub Atletico bis aufs Blut. Doch wie 2019 in Liverpool reisten die Bullen mit leeren Händen heim. Trainer Jesse Marsch: „Wir hatten ein Gefühl von Kontrolle!“ Jetzt kommen die Bayern.

Salzburgs Europacup-Auftritt im leer gefegten Wanda Metropolitano schien sich zu einem ganz bitteren Abend zu entwickeln: die frühen Gelben fürs Innenverteidiger-Duo Ramalho/Wöber, die Muskelverletzung von Goalgetter Daka. Und zu allem Überdruss die logische Führung für Atletico.

(Bild: AFP)

Andere hätten zu diesem Zeitpunkt beim Champions-League-Finalisten von 2014 und 2016 die Flinte ins Korn geworfen. Salzburg jedoch wurde umso mehr angespornt, fand besser ins Spiel. Als Berisha die Bullen kurz nach der Pause 2:1 in Front schoss, lag die Sensation in der Luft. „Wir hatten da das Gefühl, die Kontrolle zu haben“, sagte Trainer Marsch später.

(Bild: AP)

Die Führung war zu diesem Zeitpunkt ein Mini-Wunder, ist die Disziplin der Simeone-Crew doch berüchtigt. Ein 1:0 aus der Hand zu geben? Undenkbar.

(Bild: GEPA)

Salzburg musste nach einer weiteren Super-Show das Spielfeldwie 2019 in Liverpool unter Tränen und mit leeren Händen verlassen. Doch die Marsch-Truppe trat einmal mehr den Beweis an, dass mit diesem Kampfgeist sogar Giganten geschlagen werden könnten, wenn alles zusammenpasst.

„Wir können stolz auf uns sein. Wir haben super gekämpft. Am Ende ein drittes Tor zu bekommen ist Pech“, erklärte Rasmus Kristensen. Und Marsch meinte: „Es ist schwer, hier besser zu spielen!“ Zwei Tore bei Atletico? Sind in der Königsklasse zuletzt Juventus im September 2019 geglückt.

(Bild: ASSOCIATED PRESS)

Nun wartet auf Kapitän Ulmer undCo. das Bayern-Doppel.In das der Meister mit viel Selbstvertrauen gehen wird. „Wir haben an der Grenze gespielt, es dem Gegner, der für mich zu den besten in Europa zählt, sehr schwer gemacht. Deswegen bin ich happy“, erzählte Marsch.

Valentin Snobe/Christoph Nister, Kronen Zeitung

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(Bild: KMM)



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