Neos kritisieren:

Minus bei Spitalsbetten und Schwund bei Hausärzten

Seit dem Jahr 2000 wurden in Oberösterreichs Spitälern 1175 Betten abgebaut, und es wird weitergehen. Zugleich sank die Zahl der Ärzte mit Kassenvertrag. „Es muss endlich ein Teil der ersparten Spitälerfinanzierung in den niedergelassenen Bereich umgeschichtet werden“, fordern die Neos.

Mit zwei parlamentarischen Anfragen an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) haben die Neos die Entwicklung der Versorgung durch die Spitäler (seit dem Jahr 2000) und im niedergelassenen Bereich (seit 2010) bundesweit abgefragt. Der Linzer Neos-Abgeordnete Felix Eypeltauer hat sich die Oberösterreich-Zahlen darin angesehen und kommt angesichts des Bettenabbaus in den Spitälern zu folgendem Schluss: „Grundsätzlich ist der Spitalsrückbau in Ordnung, allerdings muss Oberösterreich endlich einen Teil der Ersparnisse in die niedergelassene Versorgung umschichten, wo ein akuter Mangel an Vertragsärzten herrscht.“ Siehe auch die Grafik, die Oberösterreich als Schlusslicht ausweist.

Oberösterreich ist Schlusslicht
Eypeltauer: „Speziell in Oberösterreich ist die niedergelassene Versorgung abseits von Linz extrem schlecht ausgeprägt, wie Gesundheitsökonomen immer wieder feststellen. Bisher wurden die Ersparnisse durch die Spitalsreduktion aber offensichtlich für die Sanierung des Landesbudgets verwendet.“

Rückgang bei Allgemeinmedizinern
Die Zahl der Allgemeinmediziner mit Vertrag, also der Hausärzte, ist von 760 im Jänner 2010 auf 713 im Jänner 2020 zurückgegangen. Im Bereich der Fachärzte mit Kassenvertrag sank die Zahl von 500 auf 476. In beiden Fällen gab es in einzelnen Jahren noch niedrigere Zahlen, mit den Tiefstständen 2017.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Freitag, 23. Oktober 2020
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